Die Schülerinnen und Schüler der Volksschule Debant begleiten uns mit guten Wünschen und Tipps durch den Advent:
Die kurze Wetterberuhigung am Montag konnte in Osttirol und Oberkärnten für Hubschrauber-Flüge genutzt werden. Mehrere Hubschrauber waren im Einsatz – der Hubschrauber des Landes Tirol, Bundesheer-Hubschrauber und auch private Heli-Unternehmen. Reinhold Abart hat am Montag mit einem Piloten der Fa. Wucher gesprochen:
Seit Freitag abend sind in Osttirol und Oberkärnten zwischen 100 und 300 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen, das entspricht Schneehöhen von einem bis 3 Metern. Im Lesachtal waren es vereinzelt bis zu 3,70 Meter. In Lienz wurde mit knapp 300 Litern Niederschlag in 3 Tagen ein neuer Rekord aufgestellt, die bisherige Rekordmenge waren knapp 260 Liter im November 1966. Auch in Sillian gab es laut der Zentralanstalt für Meteorologie ZAMG mit über 290 Litern einen Rekord, beim Hochwasser im Oktober 2018 hat es hier 225 Liter Niederschlag in kurzer Zeit gegeben. In St. Jakob im Defereggental wurde mit über 1 Meter 40 Schneehöhe der bisherige Dezemberrekord gebrochen.
Derzeit kündigt die ZAMG für den Zeitraum von Dienstag mittag bis Mittwoch Mittag neuerlich stärkeren Schneefall an, dabei könnten wieder 50 bis 80 Zentimeter Schnee dazukommen. Aufgrund der massiven Niederschläge sind am Wochenende im Lienzer Talboden auch einige Muren abgegangen. Hier waren Geologen vor Ort, um die Schäden und die Auswirkungen zu begutachten. Karin Stangl hat mit Landesgeologe Thomas Figl gesprochen:
Am Montag war LH Günther Platter in Osttirol, um sich persönlich ein Bild von der Lage nach den massiven Niederschlägen zu machen. Platter dankt den Einsatzleitungen und Einsatzkräften und sagt den Gemeinden rasche Hilfe zu:

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage prophezeit weiteren Schnee für Osttirol. Rudi Mair klärt in einem Video über die derzeitige Wettersituation auf und gibt einen Ausblick auf die nächsten Tage über die Lawinengefahr. Zum Teil wurden bei einigen Wetterstationen neue Rekordsummen seit Beginn der Aufzeichnungen verzeichnet.
Video: Land Tirol

Von einer extremen Wettersituation spricht LH Günther Platter in einem Video bei einem Lokalaugenschein aus Osttirol. Es gehe jetzt darum, zusammen zu helfen und den Bürgern zu helfen. Durch die enormen Schneefälle kommt es auch immer wieder zu Stromausfällen und Unterbrechungen in der Stromversorgung. Am heutigen Nachmittag wird es zudem noch eine Regierungssitzung der Mitglieder der Tiroler Landesregierung geben, die LH Platter von der Bezirkshauptmannschaft in Lienz aus per Videoschaltung leiten wird.
Video: Land Tirol
In all dem Schneechaos ist die Aktion „Tirol testet“ etwas untergegangen. In Nordtirol konnten die flächenendeckenden Testungen so gut wie überall durchgezogen werden, in einigen Osttiroler Gemeinden werden die Testtermine am Dienstag, 8.12, nachgeholt. Die Teilnahme lag tirolweit bei rund 32 %, knapp 0,3 % der Schnelltestergebnisse waren positiv. Landeshauptmann Günther Platter und Projektleiter Elmar Rizzoli haben am Sonntagabend in einer Pressekonferenz in Innsbruck die vorläufigen Ergebnisse präsentiert.
Die Osttiroler Feuerwehren waren in den letzten Tag stark gefordert. Größere Einsätze gab es u.a. nach den Lawinen- und Murenabgängen in Prägraten, Hopfgarten, Nußdorf-Debant, Dölsach und Nikolsdorf. Dabei mussten auch etliche Haushalte durch die Feuerwehr evakuiert werden. In Debant werden nachwievor große Wassermengen im Bereich des Mitterweges abgepumpt. Insgesamt wurden seit Freitag rund 160 Einsätze bearbeitet. Dazu Bezirksfeuerwehrkommandant Herbert Oberhauser im Telefoninterview mit Radio Osttirol:
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Noch nie standen Lebensmittel, die unsere Lebensenergie steigern, höher im Kurs als jetzt. Gut so!

Nicht nur im Lienzer Talboden waren die Schneefälle am Wochenende enorm. Viele Osttirol-Online-User und Leser des Osttiroler Boten haben selber das Handy oder ihre Kamera gezückt und Videos erstellt. Wir haben einen Überblick aus vielen Gemeinden gesammelt und ein Video erstellt.

Nicht nur in den Tälern ist die Lawinen- und Murengefahr gegeben. Auch im Lienzer Talboden gab es bereits einige dieser Ereignisse. In der Gemeinde Nußdorf-Debant machte den Einsatzkräften vor allem das viele Wasser und einige Murenabgänge zu schaffen. Die Lage ist, Stand Sonntag-Nachmittag, jedoch unter Kontrolle, wie Bgm. Andreas Pfurner im Interview bestätigt.
In Hopfgarten im Defereggental ist heute kurz vor 7 Uhr früh eine Lawine mit Nassschnee und Schlamm abgegangen. Dabei wurden drei Wohnhäuser und ein Wirtsschaftsgebäude beschädigt. Verletzt wurde niemand, die Bewohner konnten nach ersten Aufräumarbeiten auch in ihre Häuser zurückkehren, berichtet Bürgermeister Franz Hopfgartner Sonntagmittag im Interview mit Radio Osttirol. Generell bleibt auch im Defereggental die Lage aufgrund der anhaltenden Niederschlägen kritisch:
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Durch die starken Schneefälle am Wochenende wurden aus Sicherheitsgründen zahlreiche Dächer abgeschöpft und Warnschilder vor Dachlawinen aufgestellt. Auf dem Lienzer Hauptplatz konnte man die Freiwillige Feuerwehr Lienz sehen, die das Dach der Liebburg von den Schneemassen befreite.

Räumfahrzeuge, Autos und weitere Fahrzeuge und Personen waren am Samstag in Lienz unterwegs. Der viele Schnee erschwerte das Weiterkommen. Und noch ist das Ende des Schneefalls nicht erreicht. Wir waren unterwegs und haben einige Eindrücke gesammelt.
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Ein weiteres Mal verwandelte sich der Parkplatz der Zettersfeld Talstation in ein Meer aus Autos, die alle in eine Richtung blickten, und zwar zu Dekan Franz Troyer und dem Ehrengast, dem Heiligen Nikolaus. Beim zweiten Drive-In-Gottesdienst am Freitagnachmittag kamen vor allem die Kleinsten auf ihre Kosten, denn am Ende des Gottesdienstes gab es für sie ein Nikolaussackerl.