Zustimmung kommt von Seiten der Liste Fritz. LA Markus Sint beschreibt das Kraftwerksprojekt als fachlich komplett durchgefallen, dennoch sei es von der Regierung durchgeführt worden. Laut Sint habe es trotz mehrerer eingeholter Fachmeinungen starke Beeinträchtigungen auf Landschaftsbild, Erholungswert und Naturhaushalt gegeben. „Über diese Fakten haben sich die schwarz-grüne Platter-Regierung und im Besonderen ÖVP-Landesrat Josef Geisler mir nichts dir nichts hinweggesetzt und das fachlich eigentlich nicht zu genehmigende Kraftwerk politisch durchgeboxt“, ist er sich sicher. Aus seiner Sicht dürfe für die Beseitigung der Schäden sowie die Sanierung und Sicherung des Kraftwerkes kein Euro Steuergeld zweckentfremdet werden.
Die Tiroler ÖVP weist die Anschuldigungen von sich. „Anders als in den Raum gestellt, wurde die Gefahr durch Naturereignisse für das Wasserkraftwerk Lesachbach im Zuge der Projektierung und Einreichung geologisch genau geprüft“, sagt der stellvertretende VP-Klubobmann Hermann Kuenz. Aus wildbach- und lawinentechnischer Sicht bestanden gegen das Vorhaben keine Bedenken. Die notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden noch vor dem Winter durchgeführt. Das Kraftwerk Lesachbach diene der Energieversorgung der bestehenden Almen und geplanten Schutzhütten. Mit dem erzeugten Strom können die bisher notwendigen Dieselaggregate ersetzt werden.