Tirol ist wieder ein Stück befreiter. Die strenge Selbstisolation seit dem 15. März, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, ist seit Dienstag aufgehoben. Es gelten nun die österreichweiten Maßnahmen. Die vom Bund festgelegten Ausgangsbeschränkungen wurden bis Ende April verlängert, d.h. das Verlassen des eigenen Wohnsitzes ist nur erlaubt, um zu arbeiten, einkaufen zu gehen, anderen Menschen zu helfen und sich die Beine zu vertreten oder Sport im Freien zu machen. Es ist weiterhin Vorsicht und Abstand geboten, um Neuinfizierungen zu vermeiden.
Die 24-Stunden-Betreuung in Tirol stößt an ihre Grenzen. Die Geschäftsführer von vier großen Tiroler Betreuungsagenturen schlagen Alarm. Aufgrund der Grenzschließungen ist die An- und Abreise von Betreuerinnen und Pflegekräften aus Osteuropa nicht mehr möglich. Viele Betreuerinnen, die derzeit noch da sind, sind schon über 6 Wochen durchgehend im Einsatz. Die Agenturen appellieren an die Politik, einen geordneten Wechsel zu organisieren. Außerdem müsse auch für die Personenbetreuung Schutzausrüstung wie Mundschutz und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden, betont Hans Wolf von der Pflegedienst ISL GmbH. Wenn Betreuerinnen oder Angehörige ausfallen, können pflegebedürftige Personen im Notfall zwar vorübergehend in Reha- oder Kureinrichtungen untergebracht werden, dort sei das Risiko einer Ansteckung aber weit höher als zu Hause in den eigenen vier Wänden, sagt Martin Hechenbichler von der Curatio GmbH.
In Osttirol sucht der Pflegedienst ISL Hilfe vor Ort. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0664-2453663 bei Gisela Klammsteiner melden. Infos auch unter www.pflege-rundum.at
Die Osterwoche wird entscheidend, das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz in der Pressekonferenz am Montagvormittag betont. Er ruft dazu auf, sich weiter an die Maßnahmen und Verordnungen zu halten. Der sogenannte Ostererlass, der am Wochenende mit Personenobergrenze von 5 Personen im gleichen Raum für Verwirrung gesorgt hat, wurde zurückgenommen, denn es gelten weiterhin die aktuellen Ausgangsbeschränkungen. Diese werden von der Bundesregierung bis Ende April verlängert. Nach Ostern dürfen allerdings erste Geschäfte wieder aufmachen, der Bundeskanzler hat den Fahrplan für die Zeit nach Ostern vorgestellt:

Was wäre die Osterjause ohne ein selbst gebackenes Osterlamm. Karin Stangl hat sich alle notwendigen Zutaten besorgt und zudem ihr Handy gezückt und mitgefilmt, wie ihr eigenes Osterlamm entsteht. Das Endresultat und ihr Rezept, das sie übrigens von ihrer Oma übernommen hat, sehen Sie in diesem Video. Wir wünschen gutes Gelingen.
Die Zutaten:
Viele Sportler können derzeit nicht so trainieren wie gewohnt, das gilt auch für die Osttiroler Ranggler, die jetzt eigentlich in die Wettkampfsaison starten würden. Reinhold Abart hat bei Franz Holzer, Trainer der Ranggler in der Union Matrei, nachgefragt und dieser hat uns folgenden Bericht übermittelt:
Obwohl die Gletscher weiter schmelzen, hat der schneereiche und lange Winter 2018/19 den Gletschern gut getan, vor allem in den Hohen Tauern. Das zeigt der aktuelle Gletscherbericht des Österreichischen Alpenvereins, der am Freitag im Rahmen einer Videopräsentation veröffentlicht wurde. Alle Daten und die Videobotschaften finden Interessierte auf der Homepage www.alpenverein.at
Ein Großteil der Tiroler Bevölkerung hält sich an die Maßnahmen und Verordnungen, trotzdem ist die Polizei mit Kontrollen gefordert, bislang hat es in Tirol rund 2.300 Anzeigen gegeben. In einer Pressekonferenz in Innsbruck wurde gestern Bilanz zur Sicherheitslage gezogen, und hier hatte auch der neue Militärkommandant von Tirol seinen ersten öffentlichen Auftritt:

Derzeit heißt es vor allem eines: Geduld bewahren – das muss nicht nur jeder einzelne von uns sondern auch die Geschäfte, die aufgrund der Quarantänevorschriften auf Kundschaft warten. So auch in der Gärtnerei Seeber, wo man derzeit auf einen eigenen Lieferservice setzt, wie Gärtnermeister Roland Seeber erklärt:

Auch während der Corona-Zeit ist die Bergrettung Tirol mit ihrem Personal im Einsatz. Sie unterstützen die Logistik des Schutzmaterials des Landes Tirol der Blaulichtorganisationen oder sind helfend in den Bezirkshauptmannschaften tätig. Trotz Ausgangsbeschränkungen müssen die Bergretter immer wieder ausrücken, um auch ihrer alltäglichen Aufgabe nachzukommen. Gerade bei sportlichen Aktivitäten müssen die Bergretter oft ausrücken und die Verletzten versorgen. Der Appell der Bergrettung: Abstand nehmen von sportlichen Aktivitäten in den Bergen.
Gemeinsam mit den Kollegen aus Südtirol, Trentino, Veneto und Belluno hatsie nun einen Clip gedreht, der die Problematik zeigt:
Normalerweise würden sich Schüler und Lehrer jetzt auf die Osterferien freuen, doch irgendwie fühlt sich das heuer anders an. Es sind zwar Ferien, einige wenige Kinder werden aber trotzdem in der Schule betreut, weil die Eltern arbeiten müssen und es gibt neue Lernaufgabe und Materialen, weil auch nach Ostern wieder daheim weiter gelernt und geübt werden muss. Vor allem für Volksschulen eine große Herausforderung, weil die Kleinen das selbstständige Lernen auch erst lernen müssen. Wir haben in der Lienzer Volksschule Michael Gamper nachgefragt:
In der Landwirtschaft läuft die Arbeit trotz Corona weiter. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft insgesamt spüren aber auch die bäuerlichen Betriebe:
Zuhause bleiben bedeutet für viele Menschen auch, im Garten zu sein. Und da ist jetzt viel zu tun. Christine Brugger denkt gerade über eine Blumenwiese nach.
Wer noch mehr über naturnahes Gärtnern erfahren möchte, der kann die kostenlosen Webinare des Tiroler Bildungsforums nutzen. Das Bildungsangebot wurde ins Internet verlegt und gibt’s kostenlos. Heute am 2. April dreht sich von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr alles um nachhaltigen Gemüseanbau. Mehr Infos auf www.tiroler-bildungsforum.at
Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, haben Bund und Land außergewöhnliche Maßnahmen beschlossen, die unser Leben für die nächste Zeit völlig verändern. Es sind strengste persönliche Begegnungsbeschränkungen in Kraft getreten, die unsere sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum führen. 25 % weniger an persönlichen Treffen reduzieren das Ansteckungsrisiko um 50 %.
Seitdem die Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19-Virus beschlossen wurden, ist klar, dass die Wirtschaft darunter leiden wird – und damit auch die Menschen, die ihren Job verlieren und damit Existenzängsten ausgesetzt sind. Es gibt jetzt ein neues Rettungspaket, das diesmal auf die Beschäftigten und ihre Familien abzielt:

Masken, die Nase und Mund schützen, sind gefragt in diesen Tagen. Stoffmasken lassen sich mit einer Nähmaschine relativ leicht herstellen. Wie das funktioniert, weiß die Lienzer Schneidermeisterin Marianna Oberdorfer, die gerade große Stückzahlen für das Land Tirol fertigt.
Der erste April war für uns RadiomacherInnen ein besonderer Tag. Denn am 1. April 1998 ging Radio Osttirol on Air. Am Mittwoch war also unser 22. Geburtstag. Was wir uns wünschen, unsere Gedanken, durchaus auch philosophischer Art, das hören Sie in diesem Beitrag.
Von den 330 Mitarbeitern der „Tiroler Versicherung“ arbeiten aktuell 270 im Home Office. In der Zentrale und in den Kundenbüros sind nur noch sehr kleine Einheiten, die alle 14 Tage wechseln. Michael Ortner, Verkaufsleiter Osttirol, betont, dass sämtliche Dienstleistungen trotz allem erfüllt werden.
Jeden Tag informiert das Land Tirol über die aktuelle Situation in unserem Bundesland. Am Dienstag stand die Situation an den Spitälern und bei den niedergelassenen Ärzten, die Versorgung mit Schutzmaterial und das Tragen von Mundschutzmasken im Fokus.
Einer für alle. Das hat sich auch Philipp Pochlatko, ein 19jähriger Schlaitner gedacht, als es hieß – der Zivildienst wird verlängert. Eigentlich hätte Philipp am 30. März abgerüstet und seinen Zivildienst beim Roten Kreuz Osttirol in Lienz beendet. Doch da hatte ein Virus etwas dagegen: Philipp geht drei Monate in die Zivildienst-Verlängerung, so wie auch viele andere junge Männer.
Bereits seit zwei Wochen ist der reguläre Unterricht an Tirols Schulen ausgesetzt. Stattdessen wird digital zuhause gelernt. 30 Millionen Zugriffszahlen auf das Schulnetzwerk zeigen, dass diese Angebote sehr gut angenommen werden. Damit sich auch finanziell schwächere Familien die dafür benötigten Computer bzw. Laptops leisten können, beschließt die Landesregierung einen „Digi-Scheck“.
Artur Wieser vom Braugasthof Falkenstein und Egon Rotschopf vom Fasslwirt starten ab Donnerstag einen gemeinsamen Lieferservice. Dabei bieten sie ein Mittagsmenü mit Suppe und Hauptspeise um 10 €. So gibt es am Donnerstag etwa eine Frittatensuppe und als Hauptspeise ein Rindersaftgulasch mit Bierbrezenknödel. Die Menüpläne für diese und nächste Woche finden Sie HIER.
Seit gut zwei Wochen sind das soziale und wirtschaftliche Leben stark eingeschränkt. Mit jeder weiteren Woche verschärfen sich die finanziellen Herausforderungen für jene Betriebe, die zur Schließung gezwungen sind. Bund und Land versuchen mit einer Reihe von Maßnahmen gegenzusteuern. Informationen unter www.wko.at
Welche Sorgen derzeit überwiegen, welche Informationen die Unternehmer suchen und welche Möglichkeiten genutzt werden, wollten wir von der Wirtschaftskammer Lienz wissen:
Neben vielen anderen Geschäften sind derzeit auch Kosmetik- und Friseursalons geschlossen. Da der regelmäßige Friseurbesuch für viele zum Alltag gehört und Haare vom Virus unbeeindruckt einfach weiterwachsen, könnten einige auf die Idee kommen, jetzt auf Hausbesuche umzustellen. Das ist im Sinne der Ausgangs- und Kontakteinschränkung in jedem Fall verboten, stellt die Landesinnung der Tiroler Friseure klar. Karin Stangl hat beim Geschäftsführer der Wirtschaftskammer-Fachgruppe und Landesinnung, Patrick Rauter nachgefragt:
Damit niemand in der Region auf Äpfel verzichten muss, hat die Naturbrennerei Kuenz in Gödnach (Dölsach) einen Zustelldienst für Osttirol auf die Beine gestellt, mit einem Angebot, das Folgendes umfasst: Familienkiste mit 14 kg Äpfel (25 €), 6 x 1 l Apfelsaft (13,90 €), 5 l Bag Apfelsaft (9,90 €) und 10 l Bag Apfelsaft (18,90 €). Ab 100 € liefern Dipl.-Ing. Florian Kuenz, Dipl.-Johannes Kuenz & Co frei Haus (ansonsten beläuft sich die Lieferpauschale auf 5 €).
Die Corona-Krise sorgt für viele Herausforderungen und schürt auch Sorgen und Ängste. Vor allem für Menschen mit psychischen Problemen können sich die Belastungen zusätzlich verschärfen. Hilfe bekommt man über die Tiroler Sorgen-Hotline 0800 400 120. Das telefonische Angebot wurde schon bisher gut genutzt und bekommt nun weitere Verstärkung durch Psychologinnen und Psychotherapeuten:
Mit viel Einsatz und Courage sind heimische Lebensmittelhändler und Hersteller für uns da – wir brauchen uns keine Sorgen machen.
Die Malerei Egger steht seit 60 Jahren für Qualität und Zuverlässigkeit. „Besondere Zeiten erfordern neue Ideen und besondere Maßnahmen, und deshalb bieten wir einen kostenlosen Lieferservice in ganz Osttirol an“, teilt Patrick Egger mit. Farben, Lacke und Malerzubehör werden gratis nach Hause geliefert, die Bezahlung erfolgt per Rechnung, somit ist der komplette Liefervorgang kontaktlos. Auch auf die ausgezeichnete Beratung muss niemand verzichten, in einem persönlichen Telefonat lässt sich dank der jahrelangen Erfahrung für jeden das Passende finden.

„I möcht mi nur bedanken“ - so lautet der Titel eines Videos, in dem 18 Tiroler Musiker beim Einsatz in der Corona-Zeit helfen möchten. Mit dabei ist auch die Matreier Sängerin Sara Köll. Die Botschaft des Liedes: #mitAbstandnah – ein kleines Danke an alle, die in der Quarantäne-Zeit zuhause bleiben oder in der Arbeit im Einsatz sind.
Erde, Dünger, Gemüse, Frühjahrsblumen, Thujen, Sträucher, Bäume und vieles mehr – Hobbygärtner und alle, die sich einen „grünen Daumen“ wünschen, können bequem per Telefon oder E-Mail bestellen, das Team um Andreas Tschapeller und Tochter Olivia Tschapeller, beide Gärtnermeister für Garten- und Landschaftsbau, stellt kostenlos zu. Die Profis liefern sowohl im Lienzer Talboden als auch bei Sammelbestellungen in das Iseltal und das Osttiroler Pustertal.
Mehr Information heißt nicht unbedingt mehr Sicherheit. Wir haben Dr. Franz Krösslhuber befragt, welche Symptome auf eine Ansteckung mit COVID 19 hindeuten:
AGEtech smart electric, das Unternehmen für kreative und intelligente Komplettlösungen für den privaten und gewerblichen Bereich, setzt in Zeiten der Veränderung mehr denn je auf gegenseitiges Verständnis und stellte auf Notbetrieb um, um Mitarbeiten die Möglichkeit zu geben, sich und ihre Familie zu schützen. Die Verkaufsräume bleiben zwar geschlossen, Ersatzteile und dringend benötigte Elektronik sind aber über das Lager erhältlich. Zudem ist das Team um Mag. Bertram Steiner telefonisch und per E-Mail für sämtliche Informationen, Notfälle und Services erreichbar. Damit die Osttiroler zuhause bleiben können und trotzdem versorgt sind, bietet AGEtech Elektroinstallationsmaterial, Laptops, Fernseher oder Waschmaschinen und liefert über Spediteure direkt bis vor die Haustüre. Eine große Auswahl steht im Onlineshop zur Verfügung.