Normalerweise wäre am Ostermontag die Wintersaison im Hotel Goldried zu Ende gewesen. Aber im März kam das Corona-Virus und Direktorin Camilla Köll musste das Hotel innerhalb von drei Tagen schließen. 90% ihrer Gäste kommen aus dem Ausland, über Social media hält sie Kontakt zu ihnen.
Ausgangssperren, Quarantäne, Geschäftsschließungen – die Corona-Krise hat auch vor Osttirol nicht Halt gemacht.
Heimvorteil ist, wenn unsere traditionellen Osterspezialitäten aus Osttirol kommen und nicht von irgendwo. Jetzt erst recht!

Am Lienzer Stadtmarkt kann man seit Freitag, 10. April 2020, wieder regionale Spezialitäten, hergestellt von heimischen Produzenten, einkaufen.
Damit ausreichend Sicherheitsabstand gewährleistet ist, übersiedelte der beliebte Markt von der Messinggasse auf den Hauptplatz der Sonnenstadt.

Wer heuer zu Ostern nicht auf seine Osterjause verzichten möchte, dem konnten Zustelldienste aus der Region heuer helfen. Einer davon ist Philipp Jans, Bauer am Figerhof in Kals am Großglockner, der gemeinsam mit Kollege Alois Lugger eine besondere, regionale Osterjause zusammenstellte. Diese wird am Samstag an die Kunden in ganz Osttirol ausgeliefert. Auch gesegnet wurden die Ostersackerl: Pfarrer Ferdinand Pittl nahm die Speisenweihe vor.
Seit 4 Wochen gibt es keine öffentlichen Gottesdienste mehr, und auch Ostern müssen wir in den eigenen vier Wänden feiern. Seit 3 Wochen lädt der Sillianer Dekan Anno Schulte-Herbrügge aber zum Mitfeiern der Gottesdienste in der Pfarrkiche Sillian ein – via Internet. Die Gottesdienste werden über den Youtube-Kanal des Seelsorgeraumes Hochpustertal übertragen, zu finden auf der Homepage der Diözese Innsbruck https://www.dibk.at/Media/Pfarren/Seelsorgeraum-Hochpustertal
Hier wird am Samstag um 14.30 Uhr die traditionelle Speisweihe gefeiert. Karin Stangl hat mit Dekan Anno telefoniert:
Das Paznauntal und St. Anton am Arlberg bleiben noch bis 26. April unter Quarantäne. Das hat die Tiroler Landesregierung gestern Nachmittag in einer Videopressekonferenz mitgeteilt. Grund dafür ist eine hohe Infektionsrate, wie aktuelle Testungen ergeben haben:

Für all jene, die am Karfreitag den Kreuzweg nicht wie gewohnt besuchen oder an der Ostermesse teilnehmen können, gibt es heuer eine Alternative: Unser Video, vertont von Franziskanerbruder Rene Dorer aus Dölsach, soll die 14 Stationen mit dem Leidensweg Jesu in die heimischen Wohnzimmer bringen.Gefilmt wurde einer der bekanntesten Kreuzwege in Osttirol, jener in Lavant.
Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Osttirol Online, Radio Osttirol und dem Osttiroler Boten wünschen frohe Ostern.
400 Millionen Euro stellt das Land Tirol zur Bewältigung der Corona-Krise bereit. Jeden Tag berichten wir über neue Hilfspakete, Unterstützungen etc. Über Beträge, die schwer vorstellbar sind. Jetzt gibt es eine niederschwellige Unterstützung für soziale Härtefälle, die sich im hunderte-Euro-Bereich bewegen, also durchaus vorstellbar. Ein Bericht von Christine Brugger:
Es war eigentlich als visuelle Umrahmung für das Passionskonzert der Osttiroler Bläserphilharmonie am Palmsonntag in der Pfarre St. Andrä in Lienz geplant: Schülerinnen und Schüler aus 3 Klassen des BORG Lienz haben sich künstlerisch mit dem Kreuzweg auseinander gesetzt und unter dem Titel "Passion heute" 14 Bilder gestaltet, mit verschiedenen Mal- und Zeichentechniken und als Collagen, auch ein Video ist dazu entstanden. Die Kreuzwegbilder sind noch bis Karsamstag in der Lienzer Pfarrkirche St. Andrä zu sehen. Den Link zum Youtube-Video finden Sie hier
Andreas Weiskopf, ehemaliger Direktor der Sonderschule Lienz, hat die Geschichte seiner Krankheit, seine Hoffnungen und Ziele aufgeschrieben. Seit der Diagnose Krebs im Jahr 2011 hat sich sein Leben verändert. Wie er es schafft, ein gutes Leben zu leben, zu lernen und weiter zu gestalten, erzählt er im Interview mit Christine Brugger.
Die langen Gespräche der Allianz und der anderen großen Versicherungen mit den öffentlichen Stelen haben nun Früchte getragen! Zwischen der Versicherungswirtschaft und dem Verkehrsministerium wurde für die Zulassung folgende Vorgehensweise beschlossen:
Das Osterwochenende steht vor der Tür, der Wetterbericht schaut gut aus, aber in Corona-Zeiten ist alles anders. Eindringlich warnen LHstv. Josef Geisler gemeinsam mit Österreichischem Alpenverein und Bergrettung vor Sportunfällen, die Rettungsorganisationen und Krankenhäuser strapazieren.
Die aktuelle Situation stellt unser gewohntes Leben gehörig auf den Kopf. Privat und beruflich. Sozial und finanziell. Wir, die Hypo Tirol in Lienz, sind an Ihrer Seite, damit Sie wirtschaftlich gut durch diese Krise kommen.
Nach drei Wochen Zwangspause öffnet der Stadtmarkt Lienz wieder seine Standln. Um die Sicherheitsabstände in Corona-Zeiten einzuhalten, zieht er von der Messinggasse auf den Lienzer Hauptplatz. Neu sind auch Desinfektionsmittel, Schutzmasken und Handschuhe.

Der Brand des Rotkreuz-Neubaus am Mittwochnachmittag aus einem anderen Blickwinkel. Die Aufnahme entstand unweit des Brandes, wo die Flammen und der Rauch deutlich zu sehen waren.

Am Mittwoch Nachmittag gegen 15.30 Uhr stand die Fassade des Roten-Kreuz Neubaus in der Emanuel-von-Hibler-Straße in Flammen. Die Balkone im 1. und 2. Stock in Richtung Südwesten brannten lichterloh. Die Bewohner wurden anderweitig untergebracht, einige bei ihren Familien, andere in einem Gasthof bzw. bei der Lebenshilfe Lienz. Die Feuerwehr Lienz war im Einsatz.
Der Bezirk Lienz liegt an letzter Stelle, was die Strafmandate zu den Corona-Maßnahmen betrifft. BPK Michael Jaufer spricht von einer hohen Moral der OsttirolerInnen. Auch nach den Lockerungen in Tirol führt die Polizei regelmäßig Kontrollen durch, erklärt er im Interview mit Christine Brugger.
Das Land Tirol hat ein großes Finanzpaket für Unternehmen wegen der Corona-Krise beschlossen. Ein großer Teil davon soll in den Gesundheitsbereich fließen.
Ob Ostern, Geburtstag oder einfach nur eine kleine Aufmerksamkeit - im Dolomitenmarkt Lienz auf dem Südtiroler Platz (neben der DolomitenBank) finden Sie immer das passende Geschenk. Und dieses wird individuell nach Kundenwunsch zusammengestellt.
Wir haben mehr Zeit, aber haben wir auch mehr Ruhe? Gedanken über die Stille, eine Reise zu den Benediktinern und ein Plädoyer für die Muthasen passen in diese besondere Zeit. Bücher von Luitgard Jany, Paolo Rumiz und Heinz Janisch präsentieren wir im Buchmagazin vor Ostern.
Frau Dr. Elisabeth Schuster eröffnete planmäßig am 1. April eine allgemeinmedizinische Kassenordination im Rathaus von Matrei.
Im ADEG-Markt von Michael Aichner in Lienz-Süd sorgt ein engagiertes Mitarbeiterinnenteam dafür, dass die Kunden ein breitgefächertes Warensortiment vorfinden, das keine Wünsche offenlässt.
Tirol ist wieder ein Stück befreiter. Die strenge Selbstisolation seit dem 15. März, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, ist seit Dienstag aufgehoben. Es gelten nun die österreichweiten Maßnahmen. Die vom Bund festgelegten Ausgangsbeschränkungen wurden bis Ende April verlängert, d.h. das Verlassen des eigenen Wohnsitzes ist nur erlaubt, um zu arbeiten, einkaufen zu gehen, anderen Menschen zu helfen und sich die Beine zu vertreten oder Sport im Freien zu machen. Es ist weiterhin Vorsicht und Abstand geboten, um Neuinfizierungen zu vermeiden.
Die 24-Stunden-Betreuung in Tirol stößt an ihre Grenzen. Die Geschäftsführer von vier großen Tiroler Betreuungsagenturen schlagen Alarm. Aufgrund der Grenzschließungen ist die An- und Abreise von Betreuerinnen und Pflegekräften aus Osteuropa nicht mehr möglich. Viele Betreuerinnen, die derzeit noch da sind, sind schon über 6 Wochen durchgehend im Einsatz. Die Agenturen appellieren an die Politik, einen geordneten Wechsel zu organisieren. Außerdem müsse auch für die Personenbetreuung Schutzausrüstung wie Mundschutz und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden, betont Hans Wolf von der Pflegedienst ISL GmbH. Wenn Betreuerinnen oder Angehörige ausfallen, können pflegebedürftige Personen im Notfall zwar vorübergehend in Reha- oder Kureinrichtungen untergebracht werden, dort sei das Risiko einer Ansteckung aber weit höher als zu Hause in den eigenen vier Wänden, sagt Martin Hechenbichler von der Curatio GmbH.
In Osttirol sucht der Pflegedienst ISL Hilfe vor Ort. Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0664-2453663 bei Gisela Klammsteiner melden. Infos auch unter www.pflege-rundum.at
Die Osterwoche wird entscheidend, das hat Bundeskanzler Sebastian Kurz in der Pressekonferenz am Montagvormittag betont. Er ruft dazu auf, sich weiter an die Maßnahmen und Verordnungen zu halten. Der sogenannte Ostererlass, der am Wochenende mit Personenobergrenze von 5 Personen im gleichen Raum für Verwirrung gesorgt hat, wurde zurückgenommen, denn es gelten weiterhin die aktuellen Ausgangsbeschränkungen. Diese werden von der Bundesregierung bis Ende April verlängert. Nach Ostern dürfen allerdings erste Geschäfte wieder aufmachen, der Bundeskanzler hat den Fahrplan für die Zeit nach Ostern vorgestellt:

Was wäre die Osterjause ohne ein selbst gebackenes Osterlamm. Karin Stangl hat sich alle notwendigen Zutaten besorgt und zudem ihr Handy gezückt und mitgefilmt, wie ihr eigenes Osterlamm entsteht. Das Endresultat und ihr Rezept, das sie übrigens von ihrer Oma übernommen hat, sehen Sie in diesem Video. Wir wünschen gutes Gelingen.
Die Zutaten:
Viele Sportler können derzeit nicht so trainieren wie gewohnt, das gilt auch für die Osttiroler Ranggler, die jetzt eigentlich in die Wettkampfsaison starten würden. Reinhold Abart hat bei Franz Holzer, Trainer der Ranggler in der Union Matrei, nachgefragt und dieser hat uns folgenden Bericht übermittelt:
Obwohl die Gletscher weiter schmelzen, hat der schneereiche und lange Winter 2018/19 den Gletschern gut getan, vor allem in den Hohen Tauern. Das zeigt der aktuelle Gletscherbericht des Österreichischen Alpenvereins, der am Freitag im Rahmen einer Videopräsentation veröffentlicht wurde. Alle Daten und die Videobotschaften finden Interessierte auf der Homepage www.alpenverein.at
Ein Großteil der Tiroler Bevölkerung hält sich an die Maßnahmen und Verordnungen, trotzdem ist die Polizei mit Kontrollen gefordert, bislang hat es in Tirol rund 2.300 Anzeigen gegeben. In einer Pressekonferenz in Innsbruck wurde gestern Bilanz zur Sicherheitslage gezogen, und hier hatte auch der neue Militärkommandant von Tirol seinen ersten öffentlichen Auftritt:

Derzeit heißt es vor allem eines: Geduld bewahren – das muss nicht nur jeder einzelne von uns sondern auch die Geschäfte, die aufgrund der Quarantänevorschriften auf Kundschaft warten. So auch in der Gärtnerei Seeber, wo man derzeit auf einen eigenen Lieferservice setzt, wie Gärtnermeister Roland Seeber erklärt:

Auch während der Corona-Zeit ist die Bergrettung Tirol mit ihrem Personal im Einsatz. Sie unterstützen die Logistik des Schutzmaterials des Landes Tirol der Blaulichtorganisationen oder sind helfend in den Bezirkshauptmannschaften tätig. Trotz Ausgangsbeschränkungen müssen die Bergretter immer wieder ausrücken, um auch ihrer alltäglichen Aufgabe nachzukommen. Gerade bei sportlichen Aktivitäten müssen die Bergretter oft ausrücken und die Verletzten versorgen. Der Appell der Bergrettung: Abstand nehmen von sportlichen Aktivitäten in den Bergen.
Gemeinsam mit den Kollegen aus Südtirol, Trentino, Veneto und Belluno hatsie nun einen Clip gedreht, der die Problematik zeigt: