Das immer noch geplante Kraftwerk Obere Isel ist nun auch beim Bundesverwaltungsgericht abgeblitzt. Im Jänner 2020 hatte das Land Tirol das beantragte Umweltverfahren zurückgewiesen. Die Unterlagen seien mangelhaft und das Kraftwerk könne die Auflagen und naturschutzrechtlichen Vorgaben nicht erfüllen, hieß es damals. Die Gemeinden Virgen und Prägraten sind an der Wasserkraft-Gesellschaft Obere Isel beteiligt und setzen sich seit rund 10 Jahren für das Projekt ein. Mit der Nominierung der Isel als Natura-2000-Gebiet vor 5 Jahren galt das Vorhaben als nicht mehr realisierbar, dennoch wollten die Betreiber das Verfahren fortsetzen. Nachdem die Umweltabteilung des Landes Tirol den Antrag im heurigen Jänner abgewiesen hatte, ging man in die nächste Instanz und legte Beschwerde ein. Doch auch das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde abgewiesen und die Entscheidung des Landes bestätigt.
Der WWF begrüßt diese Entscheidung und fordert das Land Tirol neuerlich auf, das gesamte Iselgebiet mit allen Zubringerflüssen unter Schutz zu stellen. Kritisch sieht der WWF u.a. das geplante Kraftwerk Haslach-Kalserbach, wo die Höhe der Investition und der Schaden an der Natur laut WWF in keiner Relation zur erbrachten Energieleistung stehe.