Die klare Nummer 1: ein Pregler wird mit Osttiroler Äpfel und Birnen gebrannt – oder es ist kein Pregler!
Unangefochten bleibt Elisabeth Blanik Stadtchefin in Lienz, ihre SPÖ Liste verliert nur ein Mandat und hält nun 9 Sitze. Die ÖVP mit Alexander Kröll erfährt einen klareren Dämpfer und rutscht von 7 auf 5 Mandate. Kröll erzielt mit 21,34% das zweitbeste Ergebnis in der Bürgermeisterwahl.
Franz Theurl mit liegt mit 16,69% auf Rang 3, sein Team Lienz erkämpft aus dem Stand 3 Mandate. Die Impfgegner- Liste von Paul Meraner profitiert vom Zeitgeist und ist künftig mit 2 Sitzen im Stadtparlament vertreten.
Die Grüne Gerlinde Kieberl kann ihr Mandat halten, die Freiheitlichen verlieren einen Sitz und halten auch nur mehr ein Mandat.
Die Liste Stadt Lienz fliegt aus dem Gemeinderat, die Neos haben den Einzug in die Liebburg nicht geschafft.
Raimund Steiner, Spitzenkandidat der Matreier Liste ist neuer Bürgermeister von Matrei. Der 54jährige Landwirt wurde mit 71,2 % der Stimmen zum neuen Gemeindechef von Matrei gewählt. Er hatte die Matreier Liste, die sein verstorbener Bruder Oswald Steiner 2010 gegründet hat von Bernd Hradecky übernommen, der nicht mehr antreten wollte. Der geplante Wechsel ist auch im Gemeinderat gelungen. Die Matreier Liste konnte von bisher 8 auf 12 Mandate aufstocken. Steiner hat damit auch eine komfortable Mehrheit im Gemeinderat.
Die bisherige Liste des scheidenden Bürgermeisters Andreas Köll "Gemeinsam für Matrei" kommt auf nur mehr 5 Mandate. Spitzenkandidatin Elisabeth Mattersberger unterlag auch bei der Bürgermeisterwahl mit 28,7 % klar.

Aus Solidarität wurde das Schloss Bruck in Lienz in den Farben der ukrainischen Flagge beleuchtet.
In Sillian haben sich die Verhältnisse umgekehrt: Der amtierende Bürgermeister Hermann Mitteregger wurde abgewählt.
Neuer Bürgermeister von Sillian ist Franz Schneider, wenn auch nur mit hauchdünner Mehrheit von 24 Stimmen. 50,9 % der Stimmen fielen auf Schneider, und 49,1 % auf Mitteregger.
Die Gemeinschaftsliste erobert auch die Mehrheit im Gemeinderat zurück und kommt auf 8 Mandate, das Team Sillian von Bürgermeister Mitteregger verliert 1 Mandat und hält 7 Sitze im künftigen Gemeinderat.
Der neue Bürgermeister Franz Schneider zeigt sich einer ersten Stellungnahme überrascht:
Der gebürtige Südtiroler hatte als Ortschef keinen Gegenkandidaten und konnte die 7 Mandate der bisherigen Bürgermeisterliste „Gemeinsam für Amlach“ halten. Martin Holzer kam mit „Mitanond Zukunft Amlach“ auf 38% der Stimmen und vier Mandate. Die Wahlbeteiligung war mit 73,4% durchschnittlich, allerdings musste Clara 25% ungültige Stimmen bei der Bürgermeisterwahl hinnehmen.
Aus dem Stand erzielte Impfpflicht-Gegner Robert Possenig mit seiner vierköpfigen Liste „Gemeinsam für Dölsach“ vier Mandate. Die SPÖ-Liste verlor im Vergleich zur letzten Periode zwei Mandate und hält nurmehr drei Sitze. Die Mehrheit der ÖVP unter Neo-Bürgermeister Martin Mayerl bleibt jedoch mit 8 Sitzen im Gemeindeparlament unangefochten. Sein Vorgänger Sepp Mair hielt seit 2016 10 Mandate.
Mit respektablen 75 % der Stimmen wählten die Bürgerinnen und Bürger den erfahrenen Gemeinderat als Nachfolger von Langzeitbürgermeister Bernhard Schneider. Der ehemalige Hauptschuldirektor setzte sich souverän gegen zwei Mitbewerber durch und holte mit der Liste „Dörfergemeinschaft“ die absolute Mehrheit mit 9 Mandaten. Thomas Lukasser, ebenfalls Bürgermeisterkandidat, musste sich mit einem Mandat für seine „Bürgerliste Assling“ zufrieden geben. Thaddäus Stocker, der auch um den Bürgermeistersessel kämpfte, erreichte knapp 3 Mandate für die unabhängige Liste. Das dritte Mandat verdankt er der Koppelung mit der Bürgerliste und derer Reststimmen.
Lisa Podesser hat mit Reinhard Mair über seinen Wahlerfolg gesprochen:
Andreas Schett ist der neue Bürgermeister in Innervillgraten. Hier standen 2 Listen und 2 Bürgermeisterkandidaten zur Wahl. Dass es eine spannende Wahl in Innervillgraten war, zeigt die hohe Wahlbeteiligung von 83 Prozent.
Andreas Mair hat die bisherige Bürgermeisterliste, die ÖVP Gemeinschaftsliste in die Wahl geführt. Diese Liste hatte bisher 7 der 11 Mandate im Gemeinderat und erreichte jetzt nur mehr 3 Mandate. Mair ist auch bei der Bürgermeisterwahl mit 29% der Stimmen klar dem zweiten Kandidaten Andreas Schett unterlegen. Andreas Schett wurde mit 71% zum neuen Bürgermeister von Innervillgraten gewählt, und hat mit seiner Liste Für Innervillgraten 8 Mandate erreicht und damit auch die absolute Mehrheit im Gemeinderat.
In Außervillgraten bleibt der amtierende Bürgermeister Josef Mair als einziger Kandidat im Amt. Er konnte mit seiner Liste Gemeinsam für Außervillgraten die absolute Mehrheit im Gemeinderat erobern: statt bisher 4 hält die Bürgermeister-Liste im Gemeinderat nun 7 Mandate. Die Unabhängige und Freiheitliche Liste Außervillgraten behält wie schon bisher 1 Mandat und die Liste Aktiv für Außervillgraten kommt mit 33% der Stimmen auf 3 Mandate.
Karin Stangl hat den neuen Bürgermeister von Innervillgraten, Andreas Schett am Telefon erreicht:
Der Seelsorgeraum Lienz Süd organisiert an den kommenden fünf Sonntagen eine Wallfahrt für den Frieden. Der gemeinsame Spaziergang führt vom Widum in Lavant bis zur Wallfahrtskirche Maria Lavant. Dort ist eine kurze Andacht mit Friedensgebet geplant.
Vom 27. Feber bis 27. März jeden Sonntag
Treffpunkt 14.30 Uhr beim Widum in Lavant
Pastoralassistent Johannes Seidel lädt alle dazu ein:
Am 26.02.2022, gegen 09:25 Uhr fuhr ein 67-jähriger Österreicher mit seinem PKW in einem Kreuzungsbereich in die B 108 ein. Zur selben Zeit fuhr ein 57-jähriger Italiener auf der B 108 von Matrei i.O kommend in Fahrtrichtung Lienz. Im Zuge des Abbiegevorganges übersah der Österreicher den entgegenkommenden italienischen PKW, wodurch es zur Kollision kam. Durch die Wucht das Anpralles überschlug sich das Fahrzeug des Italieners und blieb in dem angrenzenden Feld liegen. Der Italiener sowie seine beiden Beifahrer wurden mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Bezirkskrankenhaus nach Lienz gebracht. Der Österreicher wurde nicht verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.
Am 5. März wird der Film „Große Freiheit“ im Pfleghaus Anras zu sehen sein. Der Film hat es auf die Shortlist der Auslands-Oskars geschafft und wurde bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt. Der Film spielt in Deutschland nach 1945, wo der junge Hans aufgrund seiner Homosexualität strafrechtlich verfolgt wird und schließlich im Gefängnis landet. Dort trifft er Viktor, ein Mörder, der hier seine Strafe absitzt. Mit der Zeit entsteht zwischen den Männern eine Liebesbeziehung. Drehbuchautor ist der gebürtige Osttiroler Thomas Reider, über den juristischen und historischen Hintergrund spricht er im Interview mit Christine Brugger.
Am 25.02.2022 vormittags unternahm eine 6-köpfige Schitourengruppe unter Leitung eines staatlich geprüften Bergführers eine alpine Skitour im Gemeindegebiet von Innervillgraten auf den sogenannten "Pürglesgungge". Nach erreichen des Gipfels fuhren die Teilnehmer der Gruppe um 12:45 Uhr einzeln talwärts zu einem vereinbarten Sammelpunkt hin ab. Als letzter der Gruppe fuhr ein 59-jähriger Österreicher in den Hang ein, übersah aufgrund der diffusen Lichtverhältnisse eine Mulde und kam dadurch zu Sturz. Er erlitt eine Verletzung an der Schulter und konnte die Weiterfahrt nicht mehr fortsetzen.
Nach der erfolgten Erstversorgung wurde er mit dem verständigten Notarzthubschrauber in das BKH Lienz zur weiteren ärztlichen Behandlung geflogen.
Das Land Tirol hat das Suchtkonzept für die kommenden 10 Jahre neu aufgesetzt. Die Empfehlungen für Prävention, Hilfe für Suchtkranke und das Thema Sicherheit wurden auf den neuesten Stand gebracht. Erfreulich ist, dass Alkoholkonsum und Rauchen seit der letzten Erhebung weniger geworden sind. Neu im Konzept ist das Thema Spielsucht:
Investitionen für Bildung, Kinder und Jugend, mehr Mitsprache und eine stärkere Einbindung von Jugendlichen haben zwar so gut wie alle wahlwerbenden Listen in Lienz im Programm, die Informationen kommen aber jetzt vor der Wahl bei den jungen Wählerinnen und Wählern kaum an. Diesen Eindruck hat Dominik Zamojski, der sich für Radio Osttirol in seiner Altersgruppe der 18- und 19jährigen umgehört hat. Jugendliche nutzen vor allem Soziale Medien und Online-Angebote, hier muss auch die Wahlwerbung hinfinden, denn die Jugendlichen sind durchaus offen für Information und Beteiligung:
Ein Team von mehreren Forscherinnen und Forschern aus dem Osttiroler Labor von Dr. Gernot Walder hat sich die Mutationsweise des Covid-19-Virus genauer angeschaut. Die Studie wurde gemeinsam mit der Universität Graz durchgeführt.
Welche Erkenntnisse gewonnen wurden, und was das für das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie bedeuten kann, darüber hat Christine Brugger mit Dr. Gernot Walder gesprochen:
Am 24.02.2022 unternahmen zwei Skitourengeher (beide 24 Jahre) sowie eine Skitourengeherin (21 Jahre) im Gemeindegebiet von Innervillgraten gemeinsam eine Skitour auf den Gipfel "Marchkinkele" und anschließend auf den Gipfel des "Blankenstein". Gegen 13:45 Uhr fuhren die drei Personen über eine Rinne nordöstlich des Gipfels in Richtung "Kalkstein" ab. Dabei löste sich eine Schneebrettlawine und riss einen 24-Jährigen sowie die 21-Jährige ca. 200 m mit. Der dritte Skitourengeher konnte seitlich aus der Lawine in einen sicheren Bereich ausfahren. Während die 21-Jährige nur teilverschüttet wurde und sich selbst befreien konnte, wurde der 24-Jährige komplett verschüttet. Er konnte von den beiden anderen mittels LVS Gerät geortet und schlussendlich ausgegraben werden. Der 24-Jährige wurde nach der Erstversorgung durch den Notarzt mit dem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Lienz geflogen. Die beiden anderen Schitourengeher blieben unverletzt.
In Wien hat am Donnerstag ein Arbeitsgespräch zwischen Bundeskanzler Karl Nehammer, dem bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder und dem Tiroler Landeshauptmann Günther Platter stattgefunden. Dabei ging es u.a. um das für Tirol zentrale Transitthema.
LH Platter fordert Taten von Deutschland und Italien
Für Tirol sei die Belastungsgrenze durch den LKW-Transit bereits überschritten, betont LH Platter. Er fordert nach der EU-Entscheidung zur Wegekostenrichtlinie nun Taten und die Unterstützung von Deutschland und Italien, denn diese Staaten müssen einer Anhebung der Brennermaut zustimmen. Das werde mittlerweile von allen Regionen entlang der Brenner Strecke, auch von Südtirol, dem Trentino und Bayern gefordert, so Platter:
Die Nachfrage nach regionalem Fleisch steigt ständig. Die neu gegründete Villgrater Bergfleisch GmbH, bestehend aus 10 heimischen Gesellschaftern, will nun mit einem Schlachthof in Außervillgraten ganzjährig regionales Fleisch anbieten. Die direkte Zusammenarbeit von Landwirten und Metzger stellt sicher, dass die Tiere entsprechend den Hygienestandards und ohne langer Transportwege geschlachtet und verarbeitet werden können.
Sicherheit ist ein großes Thema in Zeiten zunehmender Naturkatastrophen. Die Stadtgemeinde Lienz gab in einer Pressekonferenz nun einen Rückblick auf den Zivil- und Katastrophenschutz sowie eine Vorausschau auf weitere Projekte: