
Wegen des Corona-Lockdowns sind Veranstaltungen jeglicher Art untersagt, auch Krampusläufe. Trotzdem zogen am vergangenen Samstag mehrere Krampusse durch die Lienzer Innenstadt, begleitet von Dutzenden Schaulustigen. Die Polizei war informiert und vorbereitet. Es gab gegen Krampusse ebenso wie gegen Schaulustige Anzeigen wegen Missachtung der COVID-Ausgangsbeschränkungen und in drei Fällen aufgrund der „Organisation einer unzulässigen Zusammenkunft“, wie es die Polizei formuliert. Zudem wurden zwei Organmandate eingehoben.

Die Bauarbeiten zur Neugestaltung des Bozener Platzes stehen kurz vor dem Abschluss. Für die Asphaltierungsarbeiten wird die Einfahrt von Dienstag, den 30. 11. bis Freitag, den 3. 12. komplett gesperrt. Im Laufe des Freitags sollte wieder einspuriger Verkehr möglich sein.
Das Freiwilligenzentrum Osttirol hat sich in Kooperation mit der Dekanatsjugend Lienz und mit Unterstützung der Lienzer Sparkasse eine besondere Weihnachtsaktion überlegt:
Wer mag, kann für die Bewohnerinnen und Bewohner der Wohn- und Pflegeheime (WPH) Lienz und Nußdorf-Debant sowie für die Klientinnen und Klienten der Lebenshilfe ein Christkinderl sein.
Petra Egger, Leiterin der Dekanatsjugend Lienz, verrät im Interview mit Radio Osttirol, wie die Weihnachtswunsch-Aktion abläuft:
Die Tiroler Soziallandesrätin Gabriele Fischer hat heuer im Rahmen von Bezirkstouren verschiedene Einrichtungen der Behindertenhilfe in Tirol besucht. Sie weist auf das vielfältige Angebot hin, mit dem Ziel, die Inklusion voranzutreiben und immer mehr Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, trotzdem ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Karin Stangl hat mit LR Fischer gesprochen:
Am vergangenen Wochenende haben in ganz Tirol Impfschwerpunkte stattgefunden. In ganz Tirol wurden am Wochenende von Freitag bis Sonntag über 55.000 Impfungen durchgeführt. Davon waren 5000 Erstimpfungen und der größte Teil mit rund 45.600 Drittimpfungen. LH Günther Platter und Gesundheitslandesrätin Anette Leja bedanken sich dabei auch bei allen Helferinnen und Helfern in den Impfzentren, bei den Ärztinnen und Ärzten und den Gemeinden.
In Osttirol haben sich von Mittwoch bis Sonntag fast 3.000 Personen in den Impfzentren in der Dolomitenhalle und in der RGO-Arena impfen lassen, gut 300 davon waren Erstimpfungen, rund zwei Drittel entfallen auch hier auf die dritte, sogenannte Boosterimpfung. Allein den Samstag nutzten in Lienz mehr als 1.000 Personen für eine Impfung:
Spätestens am 12. Dezember sollte der aktuelle Lockdown enden, am 13. Dezember sollten dann auch Hotels und Tourismusbetriebe wieder öffnen dürfen. Allerdings könnte die neue Virus-Mutation hier einen Strich durch die Rechnung machen, wenn neuerliche Reisewarnungen und Reisebeschränkungen ein Thema werden. In Österreich und in Tirol gehen Bundes- und Landesregierung derzeit noch vom baldigen Start der Wintersaison aus. Einige Touristiker sind allerdings skeptisch.
Am Freitag wurde die neue Saisonstarthilfe für Saisonbetriebe angekündigt.
Die Rote Nasen Clowndoctors suchen Nachwuchs. Aktuell läuft die Bewerbungsphase. Vom 16. bis 18. Dezember ist in Klagenfurt ein Audition-Workshop mit spielerischen Übungen geplant, wo man herausfinden kann, ob man für den Job geeignet ist und Spaß daran hätte. Infos gibt’s auf der Homepage www.rotenasen.at.
Konkrete Bewerbungen mit Lebenslauf, Foto und Motivationsschreiben richten Sie bitte an den zuständigen künstlerischen Leiter
Was die Rote Nasen Clowndoctors machen und wie man den Clown in sich entdeckt, erzählt Karin Nagele, die als Clown Aloisa unterwegs ist, im folgenden Beitrag von Radio Osttirol:
Die Tiroler Landwirtschaftskammer hat am Freitag zur Pressekonferenz eingeladen. Dabei ging es aber nicht um landwirtschaftliche Themen, sondern ums Thema Impfen. Man wolle hier wieder mehr die Experten zu Wort kommen lassen, betonte Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger in der gemeinsamen Online-Pressekonferenz mit Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser.
Beide rufen zur Impfung auf, um künftige Lockdowns zu vermeiden. Zahlen und Fakten zur Impfung liefern Prof. Dr. Herbert Tilg und Prof. Dr. Thomas Müller von der Uniklinik Innsbruck:
Der WWF geht davon aus, dass die europäische Kommission ein neuerliches Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich aufgrund mangelhafter Natura2000-Schutzgebiets-Ausweisungen vorbereitet. Der WWF hatte Beschwerde zur Isel in Osttirol eingereicht, wo aus Sicht des WWF wesentliche Bereiche der Zubringerflüsse in der Schutzausweisung fehlen. In einem Antwortschreiben sieht die EU-Kommission im Zusammenhang mit geplanten Kraftwerksprojekten in der Iselregion ausreichende Anhaltspunkte für einen möglichen Verstoß gegen die FFH-Richtlinie und damit gegen EU-Recht.
LHStv. Ingrid Felipe verweist darauf, dass die EU-Kommission das Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich wegen unzureichender Natura2000-Ausweisungen im Sommer 2019 eingestellt hat. Außerdem habe die EU-Kommission in ihrem Schreiben an den WWF auch mitgeteilt, dass allein die Beschwerde zur Iselausweisung kein Verfahren auslösen werde, dass die Angelegenheit aber im Rahmen eines wesentlich umfassenderen Verfahrens mitgeprüft werden könnte. Wir haben zunächst bei Christoph Walser vom WWF nachgefragt:
Die Zahlen in Österreich sind erdrückend, 28 Frauenmorde, davon 27 – mutmaßlich – durch (Ex-)Partner, Bekannte oder ein Familienmitglied. 51 Mordversuche bzw. Fälle von schwerer Gewalt gegen Frauen, davon 47 – mutmaßlich – durch (Ex-)Partner, Bekannte oder ein Familienmitglied, präsentiert LR Gabriele Fischer die dramatische Bilanz.
Auch in Osttirol ortet das Frauenzentrum eine Zunahme von Gewalt an Frauen und auch von brutalen Übergriffen. In der Zeit zwischen dem 25. November – dem Internationalen Gedenktag für die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen – und dem 10. Dezember – dem Internationalen Tag der Menschenrechte – soll das Thema Gewalt an Frauen verstärkt in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden. Als äußeres Symbol weht seit heute die Fahne am Egger-Lienz-Platz.