Am 12. Jänner 2024, gegen 11:45 Uhr, stieg ein 52-jähriger Österreicher alleine zu einer kombinierten Schi- und Klettertour auf den Großglockner auf. Dabei stieg er mit seinen Tourenschiern über das Ködnitzkees und weiter in einer, bis zu 40° steile Südflanke in Richtung Großglockner, des sogenannten "Unteren Bahnhof/Glocknerleitl" auf. Ein paar Meter vor dem Ausstieg aus der Südflanke brach dem Österreicher der Schnee unter seinen Tourenschiern weg. Der Mann kam zu Sturz, stürzte sich mehrmals überschlagend anfangs über felsdurchsetztes Gelände und weiter auf hartgefrorener Schneeunterlage über die steile Aufstiegsspur talwärts bis zum Einstieg in die Flanke. Nach ca. 300 Meter blieb er dort schwer verletzt liegen. Der Verunfallte konnte noch selbst den Notruf absetzen, wurde in weiterer Folge mit dem Notarzthubschrauber geborgen. Nach notärztlicher Versorgung am Parkplatz des Lucknerhauses wurde der 52-Jährige mit dem Hubschrauber in das Krankenhaus nach Lienz geflogen. Durch den Absturz erlitt der Wintersportler schwere Verletzungen am ganzen Körper.
Zwei 40-jährige tschechische Brüder (Zwillinge) und ein 57-Jähriger Tscheche stiegen unmittelbar nach einer nächtlichen achtstündigen Autofahrt trotz prognostiziertem Schlechtwetter (Niederschlag, starker Wind) am 05.01.2024 um 06:15 Uhr mit Skitouren- und Kletterausrüstung vom Lucknerhaus in Kals am Großglockner in Richtung Ködnitzkees. Trotz immer schlechter werdender Wetterverhältnisse (eintretender Schneefall, starke Windböen und Temperaturen um -9°) kletterten die Alpinisten eine Rinne der Südflanke in Richtung Gipfel. Sie mussten ihr Vorhaben dann aber aufgeben, da weder ein auf- noch absteigen mehr möglich war und setzen deshalb um 22:42 einen Notruf ab. Eine Bergung mittels Hubschrauber war aus genannten Gründen unmöglich, weshalb die Bergrettung Kals am Großglockner mit 13 Mann und einem Polizei-Bergführer am 06.01.2024, um 00:30 Uhr, mit Tourenskiern bei starkem Schneefall und Wind zur Erzherzog-Johann Hütte aufstiegen und dort um 05:00 Uhr eintrafen.
Bei eintretendem Tageslicht stieg die Einsatzmannschaft weiter in Richtung der verstiegenen Alpinisten und konnten diese schließlich in einer Seehöhe von ca. 3500 Meter, im Bereich der Südwand, lokalisieren. Durch Abseilen über ein 200-Meter langes Seil konnten sie dann zu den Verstiegenen vordringen und die Bergung unter widrigsten Verhältnissen nach oben durchführen. Die drei unverletzten aber leicht unterkühlten Alpinisten wurden schließlich gesichert und zur Erzherzog-Johann-Hütte gebracht. Nach einem kurzen Aufenthalt wurde die Bergung ins Tal fortgesetzt. Der gesamte Einsatz dauerte auf Grund der enormen Neuschneemengen, der Dunkelheit und auf Grund der aufwendigen Bergung und des terrestrischen Auf- und Abstieges (Aufstieg ca. 1600 Höhenmeter) insgesamt ca. 15 Stunden. Im Einsatz standen insgesamt 20 Bergretter und 3 Alpinpolizisten, sowie die Polizeistreife der PI Matrei in Osttirol.
Am 29. Dezember 2023 gegen 12:55 Uhr fuhr ein 18-jähriger Deutscher mit ihren Schier im Schigebiet Brunnalm auf der roten Piste Nr. 5 talwärts. Im Kreuzungsberiech mit der blauen Piste Nr. 5 kam er aus bisher unbekannter Ursache selbstverschuldet zu Sturz und rutschte in weiterer Folge über den rechten Pistenrandbereich hinaus. Dort rutschte der Deutsche über eine ca. 40° steile Böschung talwärts und kollidierte nach ca. 9 Metern mit einem alleinstehenden Baum. Dadurch erlitt der 18-Jährige Abschürfungen im Gesicht sowie eine schwere Verletzung im Bereich des rechten Unterarm. Der Vater des Deutschen verständigte die Pistenrettung. Der Verunfallte wurde schließlich vom Rettungshubschrauber mittels Tau geborgen und in das Krankenhaus nach Lienz geflogen.