Vier Jahre sind seit der letzten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl vergangen. Einige Osttiroler Ortschefs werden in den nächsten zwei Jahren in die Politik-Pension gehen, andere wollen weitermachen.
Gut vier Jahre ist es her, dass die Osttiroler ihre Bürgermeister und Gemeinderäte wählten. Zwei Drittel der Periode sind also geschafft. Und schon jetzt, zwei Jahre vor dem nächsten Wahltermin, kommt Bewegung in die kommunalpolitische Landschaft Osttirols. In den vergangenen Wochen zeichnete sich ab, dass es in zwei Gemeinden wohl zu einer vorzeitigen Übergabe des Bürgermeistersessels kommen wird. Zum einen ist das Heinfels. Dort ist Georg Hofmann seit dem Jahr 2004 im Amt, also seit über 20 Jahren. Schon vor der Wahl einigten sich die politischen Akteure in der Gemeinde auf ein Wählerbündnis – mit geordneter Übergabe des Bürgermeisteramtes an Hofmanns Vize Johann Kraler. Gegenüber dem Osttiroler Boten bestätigt Georg Hofmann die vorzeitige Übergabe, nennt jedoch keinen konkreten Zeitpunkt. Im Gemeinderat wurde die Angelegenheit bereits im November 2026 besprochen. Damals wurde protokolliert: „Der Bürgermeister schlägt einen geregelten Ablauf zur Jahresmitte 2026 hin vor.“
50 Jahre Gemeindepolitik
Ein ähnliches Szenario zeichnete sich in den vergangenen Wochen in Lavant ab. Bürgermeister Oswald Kuenz bestätigte gegenüber dem Osttiroler Boten entsprechende Informationen. „In den ersten Monaten des Frühjahres“ soll es laut Kuenz soweit sein. Er ist seit 28 Jahren Bürgermeister und war fast 50 Jahre lang in der Gemeindepolitik. In den vergangenen Jahren sei die Arbeit als Gemeindechef schwieriger geworden. Zum einen, weil die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinden beschränkt seien. Und Kuenz sagt auch: „Das Miteinander in der Gemeindepolitik ist nicht mehr so wie früher.“ Übernehmen soll seine aktuelle Stellvertreterin Stefanie Ganeider. Gewählt werden müssen die neuen Bürgermeister dabei vom Gemeinderat. Ein solches Szenario gab es in Osttirol zuletzt in Oberlienz, als Markus Stotter zum Nachfolger von Martin Huber – vor Ende der Amtsperiode – wurde.
Welche Bürgermeister wollen auch 2028 weitermachen? Und welche lassen es gut sein? Den gesamten Artikel lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe des Osttiroler Boten (Nummer 6, Seite 4).