Seit März ist die Tennishalle in Lienz eine Baustelle. Der Osttiroler Bote hat sich vor Ort umgesehen. Bilder von der Baustelle!
Seit Anfang März hat sich das Bild rund um die Dolomitenhalle deutlich verändert: Bagger, Gerüste und schwere Maschinen bestimmen den Alltag. Die 1979 errichtete Tennishalle wird umfassend saniert und umgebaut. Der Spielbetrieb wurde Ende Februar eingestellt – die Saison 2025/26 fiel damit so kurz aus wie noch nie. Ziel ist die Wiedereröffnung zum Winter 2026/27. Dass die Sanierung nötig war, steht außer Frage. Jahrzehntelange Nutzung hat Spuren hinterlassen. Gleichzeitig ist das Projekt auch emotional: Tennisspieler freuen sich auf moderne Bedingungen, während andere Sportarten wie Squash und Bouldern ihre Flächen verlieren. Auch die Diskussion um eine Eishalle oder überdachte Eisflächen bleibt präsent. Zudem ist die Dolomitenhalle ein wichtiger Veranstaltungsort – etwa für Maturabälle, für die es in Lienz kaum Alternativen gibt.
Die Beschlüsse für den Baustart fasste der Gemeinderat im Februar. Die Gesamtkoordination liegt bei Stadtbaumeister Klaus Seirer, geplant wurde das Projekt vom Lienzer Architekturbüro Valtiner. Die Bauarbeiten gingen an die Strabag (1,8 Millionen Euro), die Haustechnik an die Firma Stolz (rund 950.000 Euro) und die Elektroarbeiten an die Firma Ortner (650.000 Euro). Vor Ort zeigt sich: Es geht voran. „Wir sind im Plan – knapp, aber doch“, sagt der Polier. Im Erdgeschoss sind Umkleiden und Sanitärbereiche bereits entkernt, auch das frühere „Matchpoint“-Restaurant im Obergeschoss ist abgetragen. Der Mittelteil bildet das Herzstück der Baustelle: Richtung Schwimmbad wurde eine neue Bodenplatte betoniert, hier entstehen moderne Garderoben und Sanitärräume. Auch der Gastrobereich wird neu aufgestellt – größer und besser für Veranstaltungen nutzbar. Parallel dazu läuft die energetische Sanierung.
Die Tennishalle selbst bleibt in ihrer Grundform erhalten, wird aber umfassend erneuert: neuer Boden, frische Wände und ein saniertes Dach. Die Kosten werden derzeit mit 4,8 bis 5,2 Millionen Euro beziffert, getragen von Bund, Land Tirol, Stadt und Tourismusverband. Ob darüber hinaus noch Geld für zusätzliche Projekte wie überdachte Eisflächen bleibt, ist offen.