Löscheinsatz bei Waldbrand in Virgen läuft seit Freitag Nachmittag. Am Sonntag und auch Montagfrüh mussten noch Glutnester gelöscht werden. Brand Aus folgte Montagvormittag.
Nach dem großen Waldbrand am Freitag Nachmittag in Virgen gibt es am Samstag nach wie vor kein „Brand aus“. Ein rund 10 Hektar großes Waldstück gegenüber von Mitteldorf war davon betroffen. Mehrere Feuerwehren konnten bis in die Nacht verhindern, dass sich der Brand weiter ausbreitete. Auch mehrere Feuerwehrtanks und Hubschrauber, darunter einer vom Bundesheer und die Libellen aus Kärnten und Salzburg, wurden benötigt.
Von Freitag bis Sonntag waren insgesamt 450 Einsatzkräfte samt Fahrzeugen von 25 Feuerwehren aus Osttirol, Nordtirol und der Steiermark vor Ort. Bauern aus der Gegend haben die Feuerwehrleute mit ihren Güllefässern für den Wassertransport unterstützt. Über eine Million Liter Löschwasser wurden transportiert.
Brand aus erst am Montag
Am Samstag konnte gegen ca 17.30 Uhr der Flugbetrieb eingestellt werden. Im Zuge der Bodenbrandbekämpfung wird umgegraben, es werden Glutnester gesucht und abgelöscht. In der Nacht auf Sonntag ist noch eine Brandsicherheitswache vor Ort. Bezirksfeuerwehrkommandant Harald Draxl ging davon aus, dass am späten Sonntagabend "Brand aus" gegeben werden kann.
Für Sonntagfrüh wurde die Libelle FLIR angefordert, um mit Hilfe der Wärmebildkamera noch letzte Glutnester zu finden. Die Nachlöscharbeiten konnten am Sonntagnachmittag großteils abgeschlossen werden. Es folgten Aufräumarbeiten und letzte Kontrollen. Am späten Sonntagabend haben Wärmebild-Kontrollen mit der Polizeidrohne dann doch noch ein paar Glutnester gezeigt. Es wurde auch in der Nacht auf Montag eine Brandwache eingesetzt, am Montagvormittag wurden die Glutnester ausgegraben und gelöscht. Kurz vor Mittag konnte offiziell "Brand Aus" gegeben.
Stolz
Draxl freut sich über die große Motivation bei den Einsatzkräften vor Ort. Er richtet ein großes Lob an alle vor Ort für ihren Einsatz speziell bei den heißen Temperaturen am Nachmittag. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Brandursache wird noch ermittelt.
Martin Egger hat am Samstag mit Bezirksfeuerwehrkommandant Harald Draxl gesprochen: