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22. August 2026

Landesrätin Astrid Mair tritt zurück

Tirols ÖVP-Sicherheitslandesrätin Astrid Mair legt ihr Amt nieder und kehrt zur Polizei zurück. Auslöser war Kritik an ihrer Bewerbung für einen Führungsposten bei der Fremdenpolizei. Ihr Ressort wird nicht nachbesetzt.

Astrid Mair kehrt zur Tiroler Polizei zurück, Foto: Die Fotografen

Die 44-jährige Astrid Mair hat am Freitag ihren Rücktritt als Tiroler Sicherheitslandesrätin bekannt gegeben. Sie will künftig wieder als Oberstleutnantin bei der Tiroler Polizei arbeiten.

Bewerbung sorgte für Kritik

Mair hatte sich um die stellvertretende Leitung der fremden- und grenzpolizeilichen Abteilung in Tirol beworben. Gleichzeitig wollte sie weiterhin Mitglied der Landesregierung bleiben. Ihre Aussagen dazu lösten innerhalb der ÖVP erheblichen Druck aus.

Landeshauptmann Anton Mattle bestätigte schließlich ihren Rückzug. Mairs Agenden werden auf andere Ressorts verteilt, das Sicherheitsressort wird nicht nachbesetzt.

Rückkehr zur Polizei

Mair begründete ihren Schritt mit dem Wunsch, sich wieder auf ihren Polizeiberuf zu konzentrieren. Sie sei „Politikerin auf Zeit und Polizistin aus Leidenschaft“, erklärte sie.

Mair war 2022 von Mattle als Quereinsteigerin in die Landesregierung geholt worden. Zuvor war sie Bezirkspolizeikommandantin in Kufstein. Für ihren Regierungseintritt wurde erstmals ein eigenes Sicherheitsressort geschaffen.

Scharfe Kritik der Opposition

Die Opposition warf Mair und der ÖVP mangelndes politisches Gespür vor. Liste Fritz, Grüne und NEOS kritisierten insbesondere den Versuch, politische und polizeiliche Funktionen miteinander zu verbinden.

Aus der SPÖ kamen hingegen lobende Worte für die bisherige Zusammenarbeit. Die Landesregierung bleibe trotz des Rücktritts handlungsfähig, erklärte Landeshauptmannstellvertreter Philip Wohlgemuth.

 

Kommentare

Keine Kommentare
  • Hans
    Keine Träne für den Abgang von Mair. Dass Mattle das Ressort jetzt kurzerhand komplett einspart, entlarvt die ganze Alibi-Politik der letzten Jahre. Wenn man ein ganzes Landesrat-Amt einfach so streichen kann, ohne dass es jemand vermisst, war es von vornherein reine Steuergeldverschwendung. Endlich wird hier ein überflüssiges Regierungsgehalt eingespart.
    Für uns Steurzahler natürlich gut weil der Job natürlich in einer sehr hohen Gehaltsklasse zu finden ist
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    -1

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