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07. August 2021

Dickerer Schneepolster für Gletscher zum Sommerstart

Die großen Schneemengen des vergangenen Winters und das kühle Frühjahr dürften den Gletschern gut getan haben. Die Gletscher der Hohen Tauern sind heuer mit bis zu einem Fünftel mehr Schnee in das Sommerhalbjahr gestartet. Die Gletscherforscher der ZAMG messen jedes Jahr im Frühling die Schneehöhen am Gletscher rund um den Hohen Sonnblick im Tauernbereich.
Dickerer Schneepolster für Gletscher zum Sommerstart
Kontrolle der Schneehöhenmessung mittels wiederholter Drohnenflüge über dem Gelände im Bereich des Sonnblick Observatoriums: Oben: Berechnete Höhenmodelle von August 2019 (links) und Mai 2020 (rechts). Unten: Links die errechnete Schneebedeckung mit detaillierter Skalenunterscheidung in Bereichen mit wenig Schnee und rechts das Orthofoto vom Mai 2020 mit der tatsächlichen Schneebedeckung. Besonders gut sichtbar die Qualität der Messung am Dach des Zittelhauses, wo die Höhenänderung durch die geringe Schneebedeckung recht gut wiedergegeben wird. Quelle: ZAMG

Bis zu 20% mehr Schnee zum Sommerstart

Im Vergleich mit dem Schnitt der letzten 20 Jahre lag heuer zwischen 10% und 20% mehr Schnee auf den Gletschern. Das Goldbergkees und das Kleinfleißkees werden zusätzlich mit Drohnen beflogen, um ein digitales 3D-Modell der Gletscher zu erhalten.

Weniger Umweltschadstoffe im Gletschereis

Die jährlichen Messungen zeigen u.a. auch, dass Umweltschutzmaßnahmen wirken. Schadstoffe wie Schwefeldioxid und Stickoxid, die sich im Gletschereis ablagern, sind in den letzten Jahrzehnten Dank Katalysatoren und Luftfilter für Verkehr und Industrie deutlich zurückgegangen, so die Ergebnisse der ZAMG.

Ausführliche Infos unter www.zamg.ac.at

 

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