Hitzestau oder natürliche Kühlung? Eine Klimaanalyse liefert Daten für die Raumplanung und wird nach dem Tiroler Inntal nun auf alle Bezirke ausgeweitet.
Wo staut sich Hitze zwischen Gebäuden und auf versiegelten Flächen, und wo sorgen nächtliche Kaltluftströme von Berghängen für Abkühlung? Das wurde im Rahmen einer regionalen Klimaanalyse für das Tiroler Inntal untersucht und im November vorgestellt. Jetzt wird die Klimaanalyse auf alle Tiroler Bezirke ausgeweitet. Auch für den Großraum Lienz werden nun Daten erhoben, kündigt die Tiroler Landesregierung an.
Entscheidungsgrundlage für Raumordnung
„Die Ergebnisse bieten Gemeinden eine wichtige Entscheidungsgrundlage, zum Beispiel bei der Ausweisung von neuen Siedlungsgebieten oder bei Bebauungsplänen, die klimarelevante Kaltluftströme erhalten sollen. Auch für die Raumordnung sind sie hilfreich, zum Beispiel bei der Sicherung und Weiterentwicklung überörtlicher landwirtschaftlicher Vorsorgeflächen. Mit Hilfe der Daten können konkrete Standorte für Alten- und Pflegeheime, Kinderbetreuungseinrichtungen oder Wohnsiedlungen unter klimatischen Gesichtspunkten besser beurteilt werden“, erklärt LHStv. Josef Geisler
Die Landesregierung hat die weiteren Erhebungen nun für weitere Tiroler Regionen, wie den Lienzer Talboden beschlossen, die erhobenen Daten werden dann öffentlich zur Verfügung gestellt.
Siehe dazu unseren Bericht zur Klimaanalyse Tirol vom November 2025