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12. Februar 2026

Brände in Abfallbetrieben nehmen zu

Falsch entsorgte Lithiumbatterien sorgen für massive Brandgefahr. Die Branche spricht von bis zu sechs Vorfällen täglich.

Archivbild Foto: knorr

Die österreichische Abfall- und Recyclingbranche zieht für 2025 eine alarmierende Brandbilanz. Laut dem Verband Österreichischer Entsorgungsbetriebe wurden im vergangenen Jahr 36 größere Brandereignisse dokumentiert. 14 davon ereigneten sich in Ostösterreich, neun weitere in Tirol und Vorarlberg. Einer der schwersten Brände traf im Juli 2025 einen Entsorgungs- und Recyclingbetrieb in Osttirol. Mehr als 900 Feuerwehrkräfte standen dort im Großeinsatz. Als vermutete Ursache gelten wie in vielen anderen Fällen falsch entsorgte Lithiumbatterien oder Akkus.

Bis zu sechs Brandereignissen pro Tag

Betriebe berichten von bis zu sechs Brandereignissen pro Tag. Lithiumbatterien landen häufig im Restmüll, im Gelben Sack oder in der Papiertonne und können sich bei Beschädigung selbst entzünden. Mehr als 50 Prozent der Gerätebatterien werden in Österreich derzeit korrekt gesammelt, bis 2030 muss die Quote jedoch auf 73 Prozent steigen. Der VOEB spricht von einer bundesweiten Brandwelle in der Abfallwirtschaft.

Branche investiert massiv in Brandschutz

Die Branche investiert massiv in Brandschutz- und Löschsysteme, dennoch bleibt das Risiko hoch. Auch die Politik reagiert: Ein Verbot von Einweg-E-Zigaretten ist beschlossen und soll Ende 2026 in Kraft treten. Zusätzlich wird auf EU-Ebene ein Pfandsystem für Geräte mit Lithiumbatterien geprüft. Der Verband appelliert an die Bevölkerung, Akkus ausschließlich bei Problemstoffsammlungen oder im Handel abzugeben, um weitere Großbrände wie jenen in Osttirol zu verhindern.

 

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