Landwirtschaftskammer und Veterinärdirektion rufen aufgrund der tragischen Unfälle in Oberlienz Verhaltensweisen bei Kontakt mit Weidevieh in Erinnerung.
Aufgrund der tragischen Unfälle in Oberlienz am Sonntag, wo eine Frau nach einer Kuhattacke ums Leben gekommen ist, ihr Mann schwer verletzt wurde - und noch drei weitere Personen auch Verletzungen bei anderen Kontakten mit der Kuhherde davongetragen haben – hat die Landwirtschaftskammer Tirol gemeinsam mit der Landesveterinärdirektion am Dienstag eine Pressekonferenz in Innsbruck abgehalten.
„…schlimmstmöglicher Start in die Alm- und Weidesaison…“
LK-Präsident Josef Hechenberger: „Das ist der schlimmstmögliche Start in die Alm- und Weidesaison. Um weitere Zwischenfälle bestmöglich zu vermeiden, ist es uns deshalb wichtig, erneut auf die Verhaltensregeln im Umgang mit Weidevieh hinzuweisen.
Hechenberger spricht der Familie der Verstorbenen und den Verletzten sein aufrichtiges Mitgefühl aus:
Miteinander muss möglich sein
LK-Präsident Josef Hechenberger unterstreicht: „Unsere Almen sind Wirtschaftsraum für die Bäuerinnen und Bauern und Erholungsraum für Millionen an Freizeitnutzer:innen. Die Landwirtschaft hat größtes Interesse daran, dass die Alm- und Weidezeit möglichst ohne derartig tragische Unfälle verstreicht.
Allerdings ist eine komplette Trennung von Wegen und Weiden schlicht nicht umsetzbar. Daher bitte ich um Unterstützung in der Kommunikation der Verhaltensregeln, damit das Bewusstsein dahingehend wieder geschärft wird.“
Weitere Links zum Thema:
www.bergwelt-miteinander.at/sommer/weidevieh
Abstand oberstes Gebot
Auch wenn die Informationskanäle mehr werden, die Verhaltensregeln bleiben gleich, wie Landesveterinärdirektor Matthias Vill erklärt: „Weidevieh sollte immer mit Respekt und nach Möglichkeit mit Abstand begegnet werden. Das gilt besonders, wenn man in Begleitung eines Hundes unterwegs ist.“
Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidevieh
den Tieren ausweichen!