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27. August 2026

Für das BKH Lienz liegt ein "Masterplan" auf dem Tisch

Das Bezirkskrankenhaus wird umgebaut und erweitert. Mit der ersten Baustufe soll schon 2028 begonnen werden. Landeshauptmann Anton Mattle unterzeichnete in Lienz einen "Letter of Intent".

Zanon, Mattle und Hagele bei der Projektpräsentation. Foto: Thomas Isep

Einen „Letter of Intent“ unterzeichneten unter anderem Landeshauptmann Anton Mattle und Krankenhausverbandsobmann Bernhard Zanon am Donnerstagvormittag in Lienz. Ein Letter of Intent (LOI) ist eine Absichtserklärung, die die wichtigsten Eckpunkte einer geplanten Vereinbarung festhält. Sie ist meist noch kein endgültig bindender Vertrag. Konkret hielt man fest, dass das Bezirkskrankenhaus in einem Zeitrahmen von zehn bis 15 Jahren komplett umgebaut und saniert werden soll. Auch neue Gebäude umfasst das Projekt. In Summe geht man aktuell von Kosten in der Höhe von 230 Millionen Euro aus – diese Summe ist jedoch nicht in Stein gemeißelt.

In einer ersten Baustufe soll südseitig ein neues Gebäude entstehen. Hier will man 80 Millionen Euro für eine zentrale Aufnahmeeinheit, Operationssäle, Betten und eine Tiefgarage in die Hand nehmen. Geplanter Baustart: 2028.

Viele Bürgermeister im Publikum

Von einem „historischen Tag“ sprach Verbandsobmann Bernhard Zanon, von einem „Meilenstein“ Landeshauptmann Mattle. Der Präsentation wohnten neben den heimischen Medienvertretern auch der Großteil der Osttiroler Bürgermeister bei, unter anderem Elisabeth Blanik. Für sie ist die Beibehaltung des aktuellen Standortes eine Frage der Nachhaltigkeit. Landesrätin Cornelia Hagele erklärte: „Mit der geplanten Modernisierung setzt das Bezirkskrankenhaus Lienz einen entscheidenden Schritt für die Zukunft der medizinischen Versorgung in Osttirol. Das Projekt schafft zusätzliche Kapazitäten in wesentlichen Versorgungsbereichen vor Ort und stärkt damit die wohnortnahe Betreuung.“

Die Finanzierung

Vor allem die Abläufe sollen sich durch die moderne Infrastruktur verbessern. Architekt Conrad Messner hat den Umbau geplant. Zanon geht davon aus, dass das Haus künftig durch kürzere Wege sogar mit weniger Mitarbeitern geführt werden kann. Woher kommen die 230 Millionen Euro? Einerseits fließt Geld über den Tiroler Gesundheitsfonds, andererseits über den Gemeindeausgleichsfonds. Zudem denkt man an eine Finanzierung im Baurecht. Die Vorgabe: Osttirols Gemeinden sollen durch das Projekt nicht so stark belastet werden, dass gar keine anderen Projekte mehr möglich sind.

So soll der Gebäudekomplex aussehen. Rechte: DINA4
 

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