Beamte einer Streife der Polizeiinspektion Lienz versuchten am 10.01.2026, gegen 00:40 Uhr, im Stadtzentrum von Lienz den Lenker eines PKW einer Fahrzeug- und Lenkerkontrolle unterziehen, weil dieser gegen die Einbahn fuhr. Der Lenker ergriff daraufhin mit überhöhter Geschwindigkeit und bei widrigen Sicht- und Fahrbahnverhältnissen (Schneefall und teils Schneefahrbahn) die Flucht, die zunächst auf der Kärntner Straße und B100 in Richtung Osten führte und auf der er zahlreiche schwere Verkehrsübertretungen setzte. Mehrere Anhalteversuche der nachfahrenden Streife mittels Blaulicht und Folgetonhorn wurden von ihm ignoriert. Der Lenker, ein 20-jähriger Österreicher, konnte erst nach mehreren Kilometern in der Nachbargemeinde Dölsach mit Unterstützung weiterer Polizeistreifen gestoppt werden. Bei seinem Versuch, eine am Ende eines Schotterweges errichtete Straßensperre zu umfahren, kam sein Wagen im Straßengraben zum Stillstand. Im Fahrzeug befanden sich noch zwei weitere männliche Insassen im Alter von 22 Jahren (österr. StA). Der 20-Jährige zeigte sich weiterhin unkooperativ und wollte den PKW nicht verlassen, weshalb er vorläufig festgenommen werden musste. Ein mit ihm durchgeführter Alkomattest verlief positiv. Ihm wurde sein Probeführerschein abgenommen. Anzeige an die Staatsanwaltschaft Innsbruck wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit im Straßenverkehr sowie versuchtem Widerstand gegen die Staatsgewalt und Verwaltungsanzeigen an die BH Lienz werden erstattet. Am Fluchtfahrzeug entstand erheblicher Sachschaden, es musste geborgen und abgeschleppt werden.
Am 09.01.2026 gegen 15:15 Uhr kam es im Wohnhaus eines landwirtschaftlichen Anwesens in Leisach zu einem Kaminbrand. Der Hausbesitzer konnte den Brand noch vor dem Eintreffen der von ihm alarmierten Feuerwehr mittels Feuerlöscher erfolgreich bekämpfen. Brandursache und Schadenshöhe sind derzeit unbekannt. Personen wurden nicht verletzt. Die FFW Leisach war mit 28 Kräften (3 Fahrzeuge) im Einsatz.

Am 08.01.2026O, gegen 14:25 Uhr, startete ein 35-jähriger österreichischer Staatsbürger mit seinem Gleitschirm/Paragleiter, vom Paragleiter-Startplatz der Bergstation "Steinermandl" im Schigebiet Zettersfeld, Gemeindegebiet 9905 Gaimberg, auf 2.210 Metern Seehöhe. Wenige Sekunden nach dem Start klappte der Gleitschirm vorne, längsseitig, ein und der Österreicher stürzte aus einer Höhe von ca. 10 Metern über Grund, auf die ca. 15 cm dicke Schneedecke, in das dortige, freie Gelände. Sein Kollege, der seinen Paragleiter unmittelbar hinter dem Mann startete, konnte das Unfallsgeschehen beobachten. Er machte im Unfallstellenbereich eine Notlandung, leistete Erste Hilfe und setzte einen Notruf ab. Nach erfolgter Erstversorgung wurde der Verunfallte, schwer verletzt, mit dem NAH C7 in das Klinikum Klagenfurt transportiert.

Am 05.01.2026 gegen 04:45 Uhr meldete eine 61-jährige Österreicherin über Notruf, dass sie im Bereich ihres Wohnsitzes in Dölsach, Stribach Hilferufe vernehme. Während sie und ihr 63-jähriger Ehemann auf das Eintreffen der Polizeistreife warteten, machten sich die Melder bei eisigen Temperaturen selbstständig auf die Suche. Vor Eintreffen der Polizei konnte das Ehepaar einen 87-jährigen Einheimischen am Boden liegend auffinden. Sie leisteten unverzüglich erste Hilfe und brachten den Mann in dessen Wohnhaus. Laut Auskunft des Verunfallten, sei er beim Zeitungholen ausgerutscht und gestürzt. Er konnte nicht mehr selbstständig aufstehen. Der Mann wurde in weiterer Folge durch den Rettungsdienst in das BKH Lienz transportiert. Nur durch das couragierte Eingreifen des Ehepaares konnte der Mann vor möglichen Erfrierungen gerettet werden.




Ein 63-jähriger Österreicher rodelte am 01.01.2026, gegen 16:00 Uhr, mit seiner 58-jährigen, österr Gattin im Gemeindegebiet von Nikolsdorf, gemeinsam auf einer Rodel von der Rabantalm über die Forststraße talwärts. Die 23-jährige Tochter und ihr 23-jähriger Schwiegersohn fuhren dem Ehepaar mit einer Rodel voraus. Gegen 16:00 Uhr geriet das Ehepaar mit der Rodel in einer leichten Linkskurve über den rechten Rand der Forststraße hinaus. In diesem Bereich fällt das Gelände sofort steil ab, und geht nach wenigen Metern in nahezu senkrechtes, ca 25 Meter hohes Felsgelände über. Das Ehepaar stürzte über das nahezu senkrechte Felsgelände die ca 25 Meter weit ab, und in weiterer Folge über ca 55 Grad steiles, mit etwas Schnee bedecktes Waldgelände, ca weitere 50 Meter weit ab. Der Ehemann erlitt beim Absturz tödliche Verletzungen, seine Ehefrau erlitt schwerste Verletzungen. Aufsteigende Rodler bemerkten die frische über den Fahrbahnrand hinausgehende Rodelspur, und da sie von unterhalb Schreie hörten, setzten sie einen Notruf ab. Der in der Folge hinzukommende Schwiegersohn stieg zu den Verunfallten ab und leistete bis zum Eintreffen des Notarztes des NAH Erste Hilfe. Der Notarzt konnte nur mehr den Tod des 63-jährigen feststellen. Die schwer verletzte Gattin wurde gegen 17:00 Uhr vom NAH mittels Tau geborgen und ins BKH Lienz, und aufgrund der schweren Verletzungen, ins LKH Klagenfurt überstellt. Der tödlich verunfallte Rodler wurde nach Abschluss der Unfallerhebungen von der Bergrettung Lienz geborgen und ins Tal gebracht. Die Angehörigen wurden von einem KIT-Team des Rettungsdienstes betreut. Im Einsatz befanden sich die Bergrettung Lienz mit 22 Mitgliedern sowie zwei Alpinpolizisten.