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Polizeimeldungen Osttirol


Zusammenstoß mit PKW: E-Biker verletzt

Am 20. September 2026 ereignete sich gegen 13:10 Uhr im Gemeindegebiet von Abfaltersbach ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem E-Bike. Ein 75-jähriger Österreicher fuhr mit seinem E-Bike auf dem Drauradweg in Richtung Lienz. Zeitgleich lenkte ein 55-jähriger Österreicher seinen Pkw vom "Aigner Thermal Bad" kommend über die Drautalbrücke. Beim anschließenden Überqueren des Radwegs in nördliche Richtung kollidierte der Pkw mit dem Radfahrer. Der 75-Jährige kam zu Sturz und zog sich beim Aufprall am Asphalt Kopfverletzungen sowie Abschürfungen unbestimmten Grades zu. Er wurde nach der Erstversorgung in das Bezirkskrankenhaus Lienz eingeliefert. An beiden Fahrzeugen entstand schwerer Sachschaden. Vor Ort standen ein First Responder, die Rettung Sillian, ein Notarzt und eine Streife der Polizeiinspektion Sillian im Einsatz.

Alpine Notlage in Tristach

Am 19.09.2026 unternahmen ein 51-jähriger und ein 48-jähriger tschechischer Staatsbürger eine Klettertour in den Lienzer Dolomiten im Gemeindegebiet von Tristach. Die beiden gleichwertigen Kletterpartner entschieden sich für die Tour "Pettauer Verschneidung" auf den sogenannten Gamskopf. Die Kletterroute ist mit einer Länge von ca. 300 Metern, sechs Seillängen und einem Schwierigkeitsgrad von 4+ beschrieben. Nachdem die beiden Kletterer gegen 11:00 Uhr den Einstieg der Tour erreicht hatten, durchstiegen sie die Route im sogenannten Überschlag. Beide Alpinisten waren mit einer vollständigen Kletterausrüstung ausgestattet. Aufgrund des teilweise brüchigen Felsens sowie der schwierigen Routenfindung konnte der Gipfel erst gegen 20:00 Uhr erreicht werden. Im Anschluss beabsichtigten die beiden Alpinisten, über die vorhandene Abseilpiste ins Tal abzusteigen. Da sie jedoch keine Stirnlampen mitführten und aufgrund der bereits eingetretenen Dunkelheit, konnte die Abseilroute nicht mehr aufgefunden werden. In weiterer Folge verständigten die beiden einen Bekannten auf der Karlsbaderhütte über ihre missliche Lage. Dieser setzte daraufhin die Rettungskette in Gang. Ein Voraustrupp der Bergrettung und der Alpinpolizei stieg von der Karlsbaderhütte zu den beiden Kletterern auf. Gleichzeitig wurde zur Unterstützung und Bergung der Notarzthubschrauber alarmiert. Der inzwischen eingetroffene Notarzthubschrauber konnte die beiden tschechischen Staatsbürger mittels Tau aus der Wand bergen und in den Hubschrauber verbringen. Zu diesem Zeitpunkt war der Voraustrupp bereits bis in das obere Drittel der Wand zu den Personen aufgestiegen. Anschließend wurden die beiden Alpinisten unverletzt beim Flugplatz Nikolsdorf abgesetzt. Im Einsatz standen 14 Mitglieder der Bergrettung Lienz sowie die Alpinpolizei Lienz.

Felsen ausgebrochen: Kletterin abgestürzt

Am 18.09.2026, gegen 14:50 Uhr, stürzte eine 31-jährige Tschechin beim Klettern auf einer Kletterroute am Simonskopf in den Lienzer Dolomiten aufgrund eines ausbrechenden Felsens mehrere Meter und verletzte sich beim Versuch den Sturz auszupendeln schwer an den Füßen. Die Frau setzte selbst den Notruf ab und wurde mit dem NAH C7 mittels Tau geborgen und ins BKH Lienz geflogen. Der Kletterpartner, ein 46-jähriger Tscheche konnte sich selbstständig abseilen und absteigen. Die beiden waren mit ordnungsgemäßer Kletterausrüstung ausgestattet. Es liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden vor.

Autos beschädigt, Polizei sucht Zeugen

In der Nacht vom 17.08.2026 auf den 18.09.2026 wurden in Lienz auf den öffentlichen Parkplätzen in der Reimmichlstraße mehrere parkende Fahrzeuge von einem bislang unbekannten Täter beschädigt.
Verdächtige Wahrnehmungen und zweckdienliche Hinweise mögen bitte an die Polizeiinspektion Lienz, unter Tel. +43 (0) 59133 7230-100, gerichtet werden.

Tödlicher Arbeitsunfall in Raneburg

Am 14. September 2026, zwischen 16.30 und 21.15 Uhr, kam es auf einer Baustelle in Raneburg zu einem tödlichen Arbeitsunfall, bei dem ein 29-jähriger Österreicher ums Leben kam. Dieser verlies zunächst gegen 14.00 Uhr mit einem Firmenauto die Baustelle, um einen Bohrer kaufen zu fahren. Als die weiteren Arbeiter gegen 16.30 Uhr den Arbeitstag beendeten und die Baustelle verließen, war der 29-Jährige vom Einkauf noch nicht zurückgekehrt. Gegen 20.20 Uhr kontaktierte der Bruder des Verunglückten einen in der Nähe der Baustelle wohnhaften Arbeitskollegen, teilte diesem mit, dass sein Bruder noch nicht nach Hause gekommen sei und bat ihn gleichzeitig um eine Nachschau auf der Baustelle. Im Zuge dessen konnte der Arbeitskollege den 29-jährigen Mann um 21.15 Uhr im Bachbett unterhalb der Baustelle liegend finden. Aufgrund der Auffindesituation und der Spurenlage wird davon ausgegangen, dass der Verunglückte während Arbeiten auf dem Baustellencontainer von diesem über einen Steilhang ca. 22 Meter in das darunterliegende Bachbett abgestürzt ist.

Zwei Verletzte bei Verkehrsunfall in Anras

Am 11. September 2026, gegen 15.55 Uhr, lenkte ein 65-jähriger, italienischer Staatangehöriger (aus der Region Latium) sein Motorrad auf der Drautalstraße im Gemeindegebiet von Anras, Ortsteil Mittewald, aus Richtung Lienz kommend in Fahrtrichtung Italien. Am Sozius saß eine 62-jährige, italienische Staatsangehörige (ebenfalls aus der Region Latium). Zur gleichen Zeit lenkte ein 83-jähriger Österreicher seinen PKW auf der L388 (St. Justina Straße) in Richtung der Drautalstraße. In Folge bog der Österreicher auf die Drautalstraße in Fahrtrichtung Lienz ein. Aus bislang ungeklärter Ursache kam es im Kreuzungsbereich zur Kollision zwischen dem PKW und dem Motorrad. Der italienische Motorradfahrer kam zu Sturz und zog sich dabei Verletzungen unbestimmten Grades zu. Die Sozia des Motorradfahrers erlitt durch den Sturz leichte Verletzungen. Der Italiener musste nach notärztlicher Erstversorgung vom Notarzthubschrauber in das Krankenhaus nach Lienz verbracht werden. Die Frau wurde von der Rettung ebenfalls in das Krankenhaus nach Lienz verbracht. Die Drautalstraße musste während der Erstversorgung der verletzten Personen und der Fahrzeugbergung komplett gesperrt werden.
Im Einsatz stand die Freiwillige Feuerwehr Assling mit vier Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften, der Notarzthubschrauber "C7", die Rettung sowie die Polizei. Nach Abschluss der Erhebungen werden Berichte an die Staatsanwaltschaft Innsbruck und die Bezirkshauptmannschaft Lienz erstattet.

Zusammenstoß mit Paragleiter: Frau verletzt

Ein 40-jähriger Italiener startete am 11.9.2026 gegen 11:40 Uhr von einer Wiese am Hochstein im Gemeindegebiet von Lienz auf einer Seehöhe von ca. 1220 m mit seinem Gleitschirm zu einem Trainingsflug. Zur selben Zeit stand eine 45-jährige Tschechin mit ihrem Fahrrad einige Meter unterhalb des startenden Gleitschirmpiloten auf einem Steig in der Wiese. Nachdem der 40-Jährige für den Start angelaufen war und gerade abhob, stieß er aus nicht bekannter Ursache gegen den Oberkörper der 45-Jährigen und beide Personen stürzten zu Boden. Die 45-jährige Tschechin wurde unbestimmten Grades verletzt und nach der Erstversorgung mit dem Tau ge-borgen und anschließend mit dem Rettungshubschrauber ins Landeskrankenhaus Klagenfurt geflogen. Der 40-jährige Italiener erlitt leichte Verletzungen und musste keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

E-Bike-Unfall Strassen: Frau verstorben

Am 08. September 2026, gegen 12.00 Uhr, fuhr eine 58-jährige Italienerin mit ihrem Ehemann sowie ihrer Tochter, mit einem E-Bike am Drauradweg, im Gemeindegebiet von Strassen, in Fahrtrichtung Lienz. Laut den Angaben des Ehemannes sowie der Tochter fuhren beide wenige Sekunden hinter der Radfahrerin. Trotzdem konnten beide den Sturz nicht beobachten und fanden sie bewusstlos am rechten Fahrbahnrand. Durch den Sturz erlitt die Italienerin schwerste Verletzungen am Kopf und wurde durch den alarmierten Notarzt sowie die Rettung erstversorgt bzw. reanimiert. Nach der Erstversorgung wurde die Verletzte in die Klinik nach Innsbruck geflogen. Warum es zum Sturz kam ist Gegenstand der Ermittlungen.

Nachtrag der Polizei vom 11.9.:

Die 58-jährige Italienerin ist am 09.09.2026 in der Klinik Innsbruck verstorben. Von der Staatsanwaltschaft Innsbruck wurde eine gerichtliche Obduktion zur Klärung der genauen Todesursache angeordnet.