Ein Südtiroler Bestatter möchte in Leisach eine Feuerhalle errichten. Das Projekt wurde im Gemeinderat vorgestellt, nun möchten Anrainer eine Unterschriftenliste initiieren.
Es ist eine Gstättn, das Areal des ehemaligen Gasthofs Südalpen an der B 100 im Leisacher Ortsteil Gries. Wenn es nach dem Südtiroler Bestatter Christof Gasser geht, jedoch nicht mehr lange. Er möchte das Grundstück, aktuell im Besitz der Familie Staffler, kaufen und darauf ein Krematorium errichten. Vor gut einem Monat stellte der Unternehmer das Projekt den Leisacher Gemeinderäten vor. Im Protokoll – es ist bereits auf der Website der Gemeinde abrufbar – heißt es: „Sodann erläutert er dem Gemeinderat ausführlich seine Überlegungen zur Projektrealisierung. Er möchte das Krematorium an diesem Standort errichten und die Möglichkeit zur Verabschiedung in einem eigenen Verabschiedungsraum anbieten, wobei er dies in diesem Bereich als ideal ansieht: gute Verkehrsanbindung nach Südtirol sowie die angrenzenden Bezirke. Der Vorschlag zur Errichtung des Krematoriums im Gewerbegebiet kommt für ihn nicht in Frage.“ Weiters ist die Rede von einem Verabschiedungsraum für die Angehörigen – „ein großartiges Zusatzangebot“ heißt es im Protokoll.
Psychologische Belastung?
Die Leisacher erfuhren von diesem Projekt jedoch nicht direkt von der Gemeinde, sondern via Dolomitenstadt.at. Dass Informationen nicht direkt von der Gemeinde kommuniziert wurden, sorgt in der Bevölkerung nun für Ärger. Und mehrere Anrainer sind generell gegen ein Krematorium in unmittelbarer Nachbarschaft. Eine davon ist Rosmarie Schulze. Sie sagt gegenüber dem Osttiroler Boten: „Es ist ein Geschäft mit dem Tod.“ Man sei entsetzt, dass das Krematorium gerade im Wohngebiet geplant sei. „Dort, wo rundherum nur Einfamilienhäuser und Wohnanlagen sind.“ Sie spricht von einer „ungeheuren Zumutung“ in einer Gegend, die ohnehin schon durch den vielen Verkehr und die wenigen Sonnenstunden belastet sei. Ähnlich sieht die Sache Alois Schmid. Er wäre direkter Anrainer und sagt, dass er vor allem eine „psychologische Belastung“ fürchtet.
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Vorschlag!
Warum nicht in der Friedensiedlung beim Brixnerplatz wo der Spar war. Ist auch im Siedlungsgebiet, mehr Sonne und vorallem in Lienz, dann brauchts die "sturen" Leisacher nicht.
Und alle sind Glücklich
Für all jene, die dieses Projekt mit Pietät oder Letzter Würde einfach schön zu reden versuchen - es geht hierbei klar und deutlich erkenntlich, um ein grenzüberschreitendes Projekt, bei dem es darum geht öffentliche Fördermittel abzugreifen. Der Gedanke über ein solches Projekt dürfte, wenn überhaupt einem regionalen Bestatter und nur bei nationalem Bedarf vorbehalten bleiben.
Der zweite Punkt betrifft die Tatsache, dass wir als lokale Bevölkerung uns schon mit dem italienischen "Können-nicht"-Radfahren- und Mülltourismus herumschlagen müssen und nun offensichtlich eine weitere unlukrative Sparte dieser Branche erschlossen werden soll. Was ich tatsächlich nicht nachvollziehen kann, ist dass, unser TVB-Franz offensichtlich ein riesiges Problem mit einer Schottergrube am Iseltrail in der Ainet hat, weil er dafür einfach keinen touristischen Mehrwert - wie zB ein Kiesmuseum ;) finden kann, sich gleichzeitig aber zu einem Krematorium, inmitten eines Wohngebiets und in unmittelbarer Nähe zu seinem heißgeliebten Drauradweg nicht zu Wort meldet. Was er sich davon wohl verspricht?
Vielleicht kann man mit den Abgaben des Krematoriums die Sanierung des Waldschwimmbads fianzieren?
(Generell hinkt dieser Vergleich von Bestattungsanlage und Freizeitanlage natürlich gewaltig.)
Wenn Sie eine neue Wohnung oder ein schönes Haus haben möchten Sie sicher nicht auf Ihrem neuen Balkon sitzen und Leichenwagen zählen !
Ein Krematorium gehört in ein Gebiet wo keine Kinder vor der Haustür spielen !
Es gibt beschaulichere Plätze !
„Wenn du nicht mit der Zeit gehst dann gehst du mit der Zeit“!
1: mit Bestattungsunternehmen nichts zu tun,
2.Die "Anlieferung - bzw. Abholungswege" werden kürzer.