Manuel Kleinlercher (FPÖ) ist Gemeinderat in Lienz und Mitarbeiter von EU-Parlamentarier Gerald Hauser. In der Stadt hat er sich vor allem der Sozialpolitik verschrieben.
Sie fallen im Lienzer Gemeinderat oft mit sozialpolitischen Themen auf. Warum haben Sie sich darauf „spezialisiert“?
Schon als einfaches Parteimitglied habe ich das vom damaligen Bezirksparteiobmann Seppi Oblasser und vom damaligen Nationalratsabgeordneten Gerald Hauser mitbekommen. Sie haben in allen möglichen Bereichen viel getan. Wir haben etwa Familien unterstützt, die sich die Miete nicht mehr leisten konnten – oder Mütter, die kein Geld für den Kinderwagen hatten. Seppi und Gerald haben Wege gesucht, solchen Menschen zu helfen.
Das sind eigentlich alles sozialdemokratische Themen …
Wir sind ja nicht umsonst die „Soziale Heimatpartei“. Die FPÖ ist eine soziale Partei und ich bin ein sozialer Mensch.
Stichwort Soziales – was sind in der Stadt und im Bezirk hier die größten Baustellen?
Der Wohnbau ist ein Riesenthema.
Was meinen Sie konkret?
Wir haben tagesaktuell 502 Wohnungssuchende in Lienz gemeldet. Das ist enorm. Von denen brauchen zwar nicht alle dringend eine Wohnung. Aber dadurch, dass sich die Haushaltsgröße in den vergangenen Jahren von über zwei Personen auf unter zwei Personen geändert hat, brauchen wir mehr leistbare Wohnungen – in der richtigen Größe. Und diese Wohnungen gibt es nicht.
Im Optimalfall wären diese Wohnungen leistbar.
Kürzlich hat mich eine junge Frau aus Leisach angerufen. Sie hat ein Kind und arbeitet halbtags, ihr Mann Vollzeit. Monatlich zahlt sie für Miete und Betriebskosten 1.400 Euro. Das kann sich eine normale Familie nicht mehr leisten.
Haben Sie Lösungsvorschläge für dieses Problem?
Ganz ehrlich? Die Stadt muss wieder bauen. Die Stadt hat seit Jahrzehnten keine Wohnungen mehr gebaut. Es bauen nur mehr Wohnbaugesellschaften.
Wie ist Ihre Idee im Wohnungsausschuss angekommen?
Ich habe dort zwar kein Stimmrecht, werde aber wie ein normales Mitglied behandelt. Ich habe die Idee auch schon öfters angesprochen – aber für so ein Projekt bräuchte es ein Grundstück.
Das die Stadt nicht hat …
Wenn der Eislaufplatz zu der Tennishalle verlegt wird, hätten wir einen Platz. Dann muss die Stadt abwiegen: Verkauft man das Grundstück an den Höchstbieter – oder bauen wir selbst leistbare Wohnungen?
Kann es sich die Stadt aus Ihrer Sicht leisten, einen Wohnblock zu bauen?
Wenn man will, ist alles möglich. Man muss Prioritäten setzen.
Das gesamte Interview lesen Sie in der aktuellen Print-Ausgabe. Die Themen: Indoor-Spielplatz, Hauptplatz, Herbert Kickl, Gerald Hauser – und Windräder.