Bundesminister Norbert Totschnig war in der Vorwoche in Osttirol. Chefredakteur Michael Egger führte mit ihm ein Interview mit persönlicher Note.
"Herr Minister, wenn Sie in Osttirol leben würden..." – das war der Einstieg unserer Fragen im Interview mit Norbert Totschnig. Wir wollten vom Osttiroler Politiker wissen, ob er "daheim" Wein anbauen würde. Wir wollten auch wissen, welches Auto er in der Osttiroler Heimat fahren würde. Oder, ob er ein Einfamilienhaus auf die grüne Wiese stellen würde – inklusive Swimmingpool? Natürlich ging es auch um Windräder.
Hier ein Ausschnitt des Gesprächs. Das gesamte Interview finden Sie in der aktuellen Print-Ausgabe.
Herr Minister, wenn Sie in Osttirol leben würden...
… würden Sie heute noch einen Bergbauernhof übernehmen?
Ja.
Warum?
Weil ich in der Landwirtschaft aufgewachsen und tief mit ihr verwurzelt bin. Das Arbeiten mit der Natur und mit den Tieren habe ich praktisch mit der Muttermilch eingesogen.
… würden Sie heute in Osttirol einen Weinberg anlegen – Stichwort Klimawandel?
Ich bin zwar kein Weinbauer, aber wir sehen ganz klar, dass sich der Weinbau immer weiter nach Westen ausdehnt – etwa nach Kärnten oder Oberösterreich. Durch die Auswirkungen des Klimawandels wird Weinbau auch außerhalb der klassischen Weinbauregionen interessanter. Wichtig ist das nötige Know-how – bei der Ausbildung ist Österreich gut aufgestellt.
Also ist Wein aus Osttirol keine völlig verrückte Idee?
Überhaupt nicht.
Wir Osttiroler sollten Kartoffel anbauen, daraus Wodka produzieren und diesen dann den Russen gegen Erdöl eintauschen.
Herr Minister, war dieser Hinweis hilfreich für Sie?