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10. März 2022

Arge Alp Länder fixieren gemeinsames Wolfsmanagement

Die Mitgliedsländer der Arge Alp wollen ein länderübergreifendes Wolfsmanagement starten. Das haben die AgrarreferentInnen der Arge Alp bei einer gemeinsamen Tagung in Innsbruck beschlossen. Im letzten Jahr wurden insgesamt rund 300 verschiedene Wölfe im Arge-Alp-Raum nachgewiesen, fast doppelt soviele wie noch zwei Jahre zuvor, berichtet LHStv. Josef Geisler.
Arge Alp Länder fixieren gemeinsames Wolfsmanagement
Legen beim Treffen der Arge Alp auf Tiroler Initiative den Grundstein für ein ländergreifendes Wolfsmanagement: LR Christian Gantner (Vorarlberg), Staatsministerin Michaela Kaniber (Bayern), LHStv Josef Geisler (Tirol), LR Josef Schwaiger (Salzburg) und Staatsminister Thorsten Glauber (Bayern) unterschreiben das Arbeitsübereinkommen mit konkreten Maßnahmen. Nicht im Bild: LR Arno Schuler (Südtirol), LRin Giulia Zanotelli (Trentino). Foto: Land Tirol/Die Fotografen

Gemeinsames Monitoring und Datenaustausch

Das Arbeitsübereinkommen umfasst u.a. ein gemeinsames grenzüberschreitendes Monitoring für große Beutegreifer, eine Abstimmung im Wolfsmanagement und den laufenden Datenaustausch. So sollen z.B. die DNA-Proben von Wölfen, die in einem Land nachgewiesen wurden auch mit den Nachweisen in anderen Ländern abgeglichen werden. Ein Ziel sind dabei auch einheitliche bzw. vergleichbare Untersuchungssysteme.

Im gesamten Alpenraum dürfte es laut Schätzungen an die 200 Wolfsrudel geben, 38 davon in den Regionen der Arge Alp (ohne die Lombardei). Für die Agrarreferenten steht fest, dass der Wolf im Alpenraum nicht mehr vom Aussterben bedroht ist, und der Schutzstatus der EU nicht mehr gerechtfertigt sei.

Zur Arge Alp, die vor 50 Jahren gegründet wurde, zählen 10 Regionen, Provinzen und Kantone in Österreich, Italien, Deutschland und der Schweiz. Das Arbeitsübereinkommen zum Wolfsmanagement wurde von Vorarlberg, Salzburg, Bayern, Südtirol, dem Trentino und Tirol unterzeichnet.

 

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