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19. August 2026, Lilith Sommer

Wespen-Sommer in Tirol

Die warme Jahreszeit bringt nicht nur Badewetter, sondern auch mehr Begegnungen mit Wespen. In Tirol haben die Rettungseinsätze nach Insektenstichen heuer deutlich zugenommen. 

Das Nest der Gemeinen Wespe ist eine komplexe, beigebraune bis ockerfarbene Papierkonstruktion mit einer charakteristisch muschelartigen Oberflächenstruktur. Foto: pixabay

Die aktuellen Zahlen des Roten Kreuzes Tirol zeigen, dass Insektenstiche heuer häufiger medizinische Hilfe erforderlich machen. Im Juli rückte der Rettungsdienst 136 Mal zu einem Einsatz wegen eines Insektenstichs aus. Im selben Monat des Vorjahres waren es 28 Einsätze.

Auch im August setzt sich die Entwicklung fort: In der ersten Monatshälfte wurden bereits 175 Einsätze registriert. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 17. Mehr Informationen vom Roten Kreuz finden Sie hier.

Wespennester sind kleine Bauwerke

Nicht jede Wespe, die uns im Sommer begegnet, lebt in einem großen Volk. Die meisten Arten leben allein und kümmern sich selbst um ihren Nachwuchs. Nur sogenannte soziale Arten bilden größere Staaten.

Auch bei den Nestern gibt es große Unterschiede. Die Gemeine Wespe verwendet eine papierartige Masse aus Holzfasern und Speichel. Ihre Nester können bis zu 50 Zentimeter groß werden. Hornissen errichten ebenfalls papierartige Bauten, die teilweise die Größe eines Fußballs erreichen. Mehr zu den verschiedenen Wespenarten finden Sie hier.

Nest entdeckt – Was nun?

Weil natürliche Hohlräume wie Baumhöhlen oder Totholz immer seltener werden, suchen sich manche Wespen alternative Plätze. Jalousiekästen, Dachböden, Schuppen oder Gartenhäuschen können dann zur Behausung werden. Carolina Trcka-Rojas vom Naturschutzbund Tirol, erklärt was zu tun ist, wenn man ein Nest findet:

Carolina Trcka-Rojas über Wespennester
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Bei allergischen Reaktionen zählt jede Minute

Ein Wespenstich ist für die meisten Menschen zwar unangenehm und schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Anbders sieht es bei einer allergischen Reaktion aus. Christine Widmann, Mediensprecherin des Roten Kreuzes Tirol, erläutert die erste Hilfe Maßnahmen:

Christine Widmann vom Roten Kreuz Tirol
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Kleine Vorsichtsmaßnahmen können helfen

Wer draußen unterwegs ist, kann das Risiko eines Stichs mit einfachen Maßnahmen reduzieren. Getränke sollten abgedeckt oder verschlossen werden. Beim Trinken aus Dosen und dunklen Flaschen ist besondere Vorsicht angebracht, weil Insekten darin leicht übersehen werden können. Auf Wiesen schützen geschlossene Schuhe.

Wichtig ist außerdem, nicht hektisch nach einer Wespe zu schlagen. Ruhige Bewegungen helfen, die Situation nicht zusätzlich zu verschärfen.

Dass Insektenstiche auch tödlich enden können, zeigt eine Auswertung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit: 68 Menschen sind in Österreich zwischen 2016 und 2025 nach Stichen von Bienen, Wespen oder Hornissen gestorben.

Trotzdem gehören Wespen zu einem funktionierenden Ökosystem. Sie bestäuben Pflanzen, erbeuten andere Insekten und erfüllen damit wichtige Aufgaben in der Natur.

 

 

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