Skip to main content
22. Dezember 2025

Weihnachtsmüll richtig trennen und entsorgen

Rund um Weihnachten und Neujahr fällt deutlich mehr Müll an. Hier finden Sie Tipps, was nach dem Fest wie entsorgt werden sollte.

Sujet Mülltrennung Land Tirol

Rund 20 Prozent mehr Müll fällt in Österreich rund um die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage an. Nicht nur Geschenkverpackungen, auch Getränkegebinde, Essensreste und alte Elektrogeräte landen innerhalb weniger Tag im Abfall.

Die Umweltabteilung des Landes Tirol und die Entsorgungsunternehmen erinnern an die richtige Mülltrennung. Vor allem Akkus und Batterien können im Müll zum Brandrisiko werden.

Brandgefährlich: Neue Infobroschüre zur richtigen Entsorgung von Akkus

Nach mehreren Bränden in der jüngeren Vergangenheit, darunter auch der Großbrand im Juni 2025 in Osttirol, wird nochmals eindringlich dazu aufgerufen, die Brandgefahr von Akkus und Batterien nicht zu unterschätzen, auch bei der eigenen Lagerung im Haushalt. Stöße, Druck oder Überhitzung können den Energiespeicher beschädigen und zu dessen Selbstentzündung führen. Akkus und Batterien müssen daher immer sorgfältig aufbewahrt und am Ende der Nutzungsdauer fachgerecht entsorgt werden. Zu beachten ist, dass auch in vielen in Spielsachen oder Alltagsgegenständen Akkus eingebaut sind. Diese müssen ebenfalls getrennt entsorgt werden. Hier geht’s zur Infobroschüre

Landesrat René Zumtobel appelliert:

Audiobeitrag anhören
Weihnachtsmüll richtig trennen und entsorgen
00:00
00:00

Was gehört wohin? Auflistung des Landes Tirol zur Mülltrennung zu Weihnachten

  • Adventkalender: Kunststoff- (gelber Sack/gelbe Tonne) und Papierteile (Altpapier) getrennt entsorgen:
  • Adventkranz: Dieser sollte zerlegt werden und die Einzelteile entsprechend entsorgt werden (Pflanzenteile: Biomüll; Styroporreifen, Draht, Kerzenhalter, Schleifen, Kerzen, etc.: Restmüll):
  • Cellophan: gelber Sack/gelbe Tonne
  • Elektroaltgeräte (Fernseher, Spielkonsole etc.): Altstoffsammelzentrum oder Rückgabe im Handel. Der Handel ist verpflichtet, Elektroaltgeräte „Zug um Zug“, also bei Kauf eines vergleichbaren neuen Gerätes, zurückzunehmen. 
    (wenn möglich: Batterien/Akkus entfernen)
  • Geschenkband (Stoff, Kunststoff): Restmüll 
  • Geschenkpapier hochglanz (beschichtet): Restmüll 
  • Geschenkpapier unbeschichtet: Altpapier
  • Geschenktüten aus unbeschichtetem Papier: Altpapier
  • Geschenktüten beschichtet (inkl. Textilbändern oder ähnlichem): Restmüll 
  • Lichterketten: Altstoffsammelzentrum oder Rückgabe im Handel 
    (wenn möglich: Batterien/Akkus entfernen)
  • Kerzen und Kerzenreste: Restmüll (vor der Entsorgung vollständig abkühlen lassen)
  • Lametta: Restmüll 
  • Spielzeug mit verbauter Elektronik: Altstoffsammelzentrum oder Rückgabe im Handel (wenn möglich: Batterien/Akkus entfernen). 
  • Spielzeug: Restmüll oder Sperrmüll, je nach Größe
  • Sternspritzer / Räucherstäbchen: Restmüll 
    (vor der Entsorgung vollständig abkühlen lassen)
  • Styropor: gelber Sack/gelbe Tonne 
    (Große Verpackungen sollten direkt zum Altstoffsammelzentrum gebracht werden.)
  • Weihnachtsdeko aus Filz oder Plastik: Restmüll
  • Weihnachtskarten mit verbauter Batterie (z. B. „Singende“ Weihnachtskarten):
    Hier wird dringend empfohlen, Elektronik und Karte zu trennen und die verbaute Elektronik (inkl. Akku) im Altstoffsammelzentrum abzugeben.
  • Weihnachtskarten: Altpapier 

 

 

 

Kommentare

Keine Kommentare
  • Lukas Weißer
    Das liest man und denkt zuerst: eh klar. Und dann steht man ein paar Tage später mit dem vollen Müllsack im Gang und merkt, wie schnell dieses „eh klar“ verschwimmt. Zwischen Geschenkband, Karton, Kerzenresten und dem kaputten Spielzeug mit blinkendem Innenleben. Gerade die kleinen Dinge sind’s ja, die man übersieht. Diese singende Karte zum Beispiel, die noch irgendwo Geräusche macht, obwohl Weihnachten längst vorbei ist.

    Was mir hier hängen bleibt, ist weniger die Liste als der Hinweis auf die Akkus. Weil das so unscheinbar ist. Ein Knopf, ein Mini-Akku, schnell rausgerissen oder eben nicht. Und dann liegt das Ding im Restmüll, ohne dass man groß drüber nachdenkt. Nach dem Brand im Sommer schaut man da anders hin, zumindest ich. Da bekommt „kurz noch wegwerfen“ plötzlich Gewicht.

    Vielleicht ist das auch das Weihnachtliche daran: ein bissl langsamer werden, selbst beim Aufräumen. Kurz schauen, was man da eigentlich in der Hand hat. Nicht alles in einen Sack stopfen, nur weil die Feiertage vorbei sind. Es muss ja nicht perfekt sein. Aber ein bisschen bewusster. Und dann passt das auch mit dem guten Gefühl nach den Feiertagen, irgendwie.
    +0
    -0

Kommentar verfassen

Sie können nun auf das Kommentar von "Some User" antworten.