Am 12.09.2020 fuhr eine Gruppe von fünf Bergsteigern mit dem Fahrrad vom Parkplatz der Kölnbreinsperre zur Osnabrücker Hütte und begab sich dann von dort zu Fuß weiter mit dem Ziel den Ankogel zu ersteigen. Gegen 10:30 Uhr im Aufstieg löste sich am Kleinelendkees, Gemeinde Malta, Bezirk Spittal an der Drau, auf einer Höhe von ca. 2800 Metern (Hang- bzw. Gletscherneigung ca. 30 Grad) bei einem 18-jährigen Mann aus dem Bezirk St. Veit an der Glan (er ging als Letzter der fünf köpfigen Gruppe) ein Steigeisen.
Beim Versuch das Steigeisen wieder am Bergschuh zu befestigen rutschte er am hart gefrorenen Eis aus, stürzte infolge ca. 200 Meter ab und prallte am unteren Ende des Gletschers gegen einen Felsen. Der 18-jährige erlitt schwere Verletzungen, war aber an der Unfallstelle ansprechbar. Er wurde vom Rettungshubschrauber RK1 geborgen und ins Klinikum Klagenfurt geflogen.
Im Zuge von Arbeiten am Grundstück seines Bruders hob am 09.09.2020 gegen 14:40 Uhr ein 44-jähriger Mann aus dem Bezirk Spittal/Drau eine größere Kiste hoch. Nach einigen Schritten rückwärts kam er mit der Kiste zu Sturz, welche gegen seinen Oberkörper prallte.
Der Mann erlitt dabei Verletzungen unbestimmten Grades und wurde nach der Erstversorgung vom Rettungshubschrauber Heli 6 in das BKH Lienz geflogen.
Ein 49 Jahre alter Mann aus dem Bezirk Spittal/Drau wanderte am 09.09.2020 gegen 09:35 Uhr gemeinsam mit seiner 48-jährigen Schwester im Bereich der Seenkampscharte im Gebiet der Schobergruppe, Gemeinde Großkirchheim.
Auf ca. 2.700 Metern Seehöhe kam er aus Eigenem zu Sturz und verletzte sich dabei so schwer, dass ein Abstieg unmöglich war.
Die Schwester setzte einen Notruf ab, worauf der Verletzte vom Rettungshubschrauber C7 mittels Seil geborgen und in das BKH Lienz geflogen wurde.
Der Einsatz wurde von der Bergrettung Heiligenblut vom Tal aus koordiniert.
Ein 59-jähriger Forstarbeiter aus Rumänien war am 08.09.2020 mit Schadholzaufräumarbeiten in einem Wald in der Gemeinde Lesachtal, Bezirk Hermagor, beschäftigt. Gegen 18:15 Uhr schnitt er mit der Motorsäge den Wurzelstock eines im steil abfallenden Waldgelände liegenden Baumes ab. Dabei wurde der 59-jährige von einer zur Seite drehenden Wurzel am rechten Bein getroffen und verletzt.
Zwei Arbeitskollegen leisteten erste Hilfe. Aufgrund schlechter Handynetzverbindungen transportierten sie den Verletzten ca. 300 Meter über steiles und unwegsames Gelände talwärts bis auf dem darunter vorbeiführenden Forstweg. Dort luden sie den 59-jährigen in ihr Geländefahrzeug und fuhren mit ihm bis zur Rot-Kreuz Station nach Kötschach. Dort wurde der verletzte Arbeiter erstversorgt und schließlich mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Bezirkskrankenhaus Lienz transportiert wurde.
Ein 45-jähriger Mann aus dem Bezirk Spittal lenkte am 08.09.2020 gegen 18:00 Uhr sein Motorrad auf der B-106 Mölltal Straße in Obervellach, Bezirk Spittal, in Fahrtrichtung Spittal/Drau. Zur gleichen Zeit kam ihm ein 27-jähriger Mann, ebenfalls aus dem Bezirk Spittal, mit seinen Pritschenwagen entgegen. Er bog links zu einem Supermarkt ein und übersah das entgegenkommende Motorrad. Es kam zur Kollision bei der der Motorradlenker zu Boden geschleudert wurde und regungslos liegen blieb. Anwesende Ersthelfer verständigten die Rettung und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Reanimation des Verletzten war primär erfolgreich, sodass er nach notärztlicher Versorgung schwerstverletzt in das Klinikum Klagenfurt geflogen werden konnte.
Der Pkw-Lenker blieb unverletzt, stand aber unter Schock. Ein Alkotest verlief negativ.
Die B 106 war bis ca. 19:45 Uhr für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt. Eine lokale Umleitung wurde eingerichtet. Die Unfallstelle wurde durch die FF Obervellach gereinigt. Austretende Flüssigkeiten wurden gebunden. Am Motorrad entstand Totalschaden, am Transporter entstand erheblicher Sachschaden.