Waldbesitzer als auch Jägerschaft berichten vermehrt von Problemen, da mehr Menschen als sonst in diesem Winter den Weg in die Natur suchen. Die Winterruhe des Wildes werde massiv gestört, mit teils lebensbedrohenden Folgen für die flüchtenden Tiere. Erschwerend kommen die sehr niedrigen Temperaturen und die außergewöhnlich hohen Schneemassen in weiten Teilen des Landes hinzu.
Aber auch immer mehr Grundbesitzer zeigen sich verärgert über große Schäden an Baumkulturen, insbesondere an so genannten Aufforstungen, die durch Skifahrer und Tourengeher verursacht werden, obwohl ein Befahren dieser Flächen forstgesetzlich verboten ist.
Insgesamt über 20 Vertreter der Alpinen Vereine, der Land- und Forstwirtschaft, der Jägerschaft, der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, der Naturfreunde, der Bergwacht, der Berg- und Wanderführer sowie der Fachabteilungen folgten der Einladung und unterstrichen damit die Brisanz des Themas. Diskutiert wurden von den Teilnehmern einerseits kurzfristige Maßnahmen, aber auch die langfristige gemeinsame Vorgehensweise. Es gab von allen Teilnehmern das klare Bekenntnis, Vereinsmitglieder und Freizeitsportler nochmals über bestehende Plattformen und Kommunikationskanäle für die Problemsituationen zu sensibilisieren.
Walter Brunner, Landesjägermeister: „Es sind nur einzelne Freizeitsuchende, die sich nicht an die Spielregeln halten und damit großes Tierleid verursachen. Diese müssen konsequent zur Verantwortung gezogen werden.
Arnold Riebenbauer, ARGE Alpine Vereine Kärnten: „Bedingt durch die Coronakrise mit ihren Ausgangsbeschränkungen, vor allem aber mit den mangelnden Möglichkeiten verschiedener, oft gewohnter sportlicher Betätigung in Verbindung mit einer anhaltenden hohen Schneemenge ergeben sich zwangsläufig Konfliktsituationen aus dem Zusammentreffen verschiedener Interessen. In der speziellen Situation sehen wir einen Lösungsansatz durch Lenkungsmaßnahmen von vorgegebenen Skitourenrouten gemäß wildbiologischer Erfordernisse, eher, als durch weitere gesetzliche Regelungen.