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16. April 2021

Mistgabeln gegen den Mist

Der Verschmutzung von Äckern und Wiesen rücken Kärntens Bauern jetzt mit der Aktion „… ist das auf deinem Mist gewachsen?“ zu Leibe.
Mistgabeln gegen den Mist
Johann Mößler und Jungbauernschaft-Obmann Herwig Drießler. Foto: Bauernbund/Koch

Mist auf den Feldern ist ein Segen aber Mist in Form von Müll ist nicht nur für Bauern ein Ärgernis, sondern auch gefährlich für Tiere, wissen Jungbauernschaft-Obmann Herwig Drießler und LK-Chef Johann Mößler. Deshalb sind seit kurzem in 132 Gemeinden Kärntens Pappaufsteller in Form einer Mistgabel auf Feldern neben den Straßen zu sehen. Sie sollen daran erinnern, dass Felder, Äcker und Wiesen keine Müllplätze sind. Jährlich werden etwa 500 Tonnen Müll am Straßenrand eingesammelt – alleine in Kärnten. „Achtlos weggeworfener Müll verursacht hohe Kosten für die Beseitigung und verschandelt unsere Kulturlandschaft und kann die Qualität von Futtermittel und Nahrungsmittel beinträchtigen“, so Drießler. Dieser Müll stellt darüber hinaus eine Gefahr für Tiere dar. Blechdosen und Metallteile können Nutztiere in Lebensgefahr bringen. Unentdeckte Dosen werden bei der Ernte in kleine, scharfkantige Teile zerschnitten, diese können wiederum von den Tieren am Futtertisch gefressen werden und schwere innere Verletzungen im Verdauungstrakt hervorrufen und sogar zum Tod eines Tieres führen. „In einer Gesellschaft, die immer mehr Wert auf Umwelt- und Klimaschutz legt, wirkt diese Entwicklung mehr als befremdlich“, gibt Driesler zu bedenken.

 

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