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18. Dezember 2020

Großprojekt Wasserversorgung

Sobald es die Witterung zulässt, geht es im kommenden Jahr mit der Sanierung der Spittaler Wasserversorgungsanlage am Gmeineck weiter. Die Stadtgemeinde investiert rund 7,5 Mio Euro in den Austausch der Rohrleitungen und in einen neuen Hochbehälter. Auch auch in ein Trinkwasserkraftwerk soll installiert werden.
Großprojekt Wasserversorgung
Den Grundstein für die Wasserversorgungsanlage Gmeineckhaben in den 1960er-Jahren die Bürgermeister Hans Hatz, der spätere Bürgermeister Franz Jamnig und seitens der Verwaltung Bauamtsleiter Stark und Baumeister Herbert Vielmetti gelegt, die nach langen Verhandlungen die Quellen für die Stadtgemeinde Spittal gekauft und die gesamten Anlagenteile errichtet haben.

Die Wasserversorgung der Stadtgemeinde Spittal speist sich zu 90 % aus Quellen unterhalb des Gmeinecks (Gemeinde Lendorf). 1965 wurde die Wasserversorgungsanlage (WVA) errichtet, die von 20 Quellen gespeist wird. Der „Schatz in Lendorf“, wie Bgm. Pirih ihn bei der „Spatenstichfeier“ im Ratssaal im Schloss Porcia nannte, bedarf aber einiges an Aufmerksamkeit. Die PVC-Rohrleitungen, die zur Zeit der Errichtung Standard waren, wurden zunehmend spröde, es kam zu Brüchen, weshlab sie ersetzt werden müssen. „PVC altert“, erklärte Dipl.- Ing. Wolfgang Fahringer vom Ingenieurbüro Passer & Partner, der das Projekt betreut. Bereits 2017/18 wurde mit einer Sanierung der Rohrleitungen begonnen, 1,8 km Guss-Rohre wurden dabei verlegt. Sobald die Witterung es zulässt wird mit der weiteren Sanierung begonnen, erklärte der zuständige Stadtrat Christoph Staudacher. Die Stadtgemeinde investiert in das Trinkwasserprojekt rund 7,5 Mio Euro. Eine Gesamtfertigstellung ist für „Spittals wichtigstes Infrastrukturprojekt“, wie Staudacher es nannte, sei für 2023 geplant.

Strom aus Trinkwasser

Zum einen wird bei Eckberg-Kreuz ein neuer Hochbehälter errichtet. Der alte 200-Kubikmeter-Behälter werde dabei durch zwei je 250 Kubikmeter-Behälter ersetzt. Die getrennten Behälter ermöglichen Revisionsarbeitern, sodass immer genügend Trinkwasser zur Verfügung steht. Eine der Anlage vorgesetzte UV Trinkwasser-Desinfektionsanlage sorgt für den Fall einer bakteriellen Kontamination für Sicherheit. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, so Fahringer. Der alte 200-Liter-Hochbehälter werde künftig der FF Lendorf als Löschwasserdepot zur Verfügung stehen. Bevor die bestehenden Leitungen saniert werden, errichtet die Stadtgemeinde parallel dazu eine neue Zuleitung vom Quellgebiet auf Höhe Kohlmaierhütte bis zum 300 Höhenmeter darunter liegenden Hochbehälter. Der Wasserdruck, der durch die Höhendifferenz aufgebaut wird, wird von einem Trinkwasserkraftwerk abgearbeitet, das vor dem Hochbehälter errichtet wird. 1,38 Mio kWh werde das Kraftwerk bringen (der Bedarf von ca. 300 Haushalten). Die Gesamtlänge der Druckrohr- und Transportleitungen, die noch ausgetauscht, bzw. saniert werden müssen, beträgt rund 6,7 km.

Zusammenarbeit der Gemeinden

Die Quell- und Leitungsanlagen befinden sich auf den Gemeindegebieten von Lendorf, Seeboden, und Trebesing, wobei Lendorf und Seeboden auch Wasser von der WVA beziehen. Der gesamte Baustellenverkehr wird über Lendorf abgewickelt. Die Bürgermeister der Anrainergemeinden sehen in der Sicherstellung der Wasserversorgung ein wichtiges Infrastrukturprojekt. „Wenn die Bezirkshauptstadt gut mit Wasser versorgt ist, profitiert die ganze Region“, so Bgm. Christian Genshofer (Trebesing). Die Trinkwasserversorgung sei nach Fertigstellung für Generationen gesichert, so Bgm. Pirih, der in den Projekt auch einen „wichtigen Impuls für die Wirtschaft in diesen herausfordernden Zeiten“ sieht.

 

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