Oberkärntner Volltreffer, 5. November 2024
Der Landesrechnungshof prüfte heuer die Pläne zum Ausbau der B 100 zwischen Radlach und Berg und damit die geplante und von der Greifenburger Bevölkerung lange geforderte Umfahrung Greifenburg. 6 Mio Euro gebe es beim Vorhaben an Einsparungspotential, hieß es im Bericht, der Ende September veröffentlicht wurde. Da das Land Kärnten sich selbst einen Sparkurs verordnet hat, sah die Bürgerinitiative „Lebenswertes Oberes Drautal“ nun auch die Umfahrung ins Wanken gekommen, wie es in einem ORF Kärnten-Bericht hieß.
Dass dem aber nicht so ist, entgegnete Straßenbaureferent Martin Gruber. Man habe über die Pläne noch einmal „drüber geschaut“. Es bleibe bei der geplanten Trasse. „Die Trasse wird nicht mehr angerührt“, so Gruber in einem ORF-Kärnten-Interview, das am 5. November ausgestrahlt wurde. Die Grundeinlöseverfahren mit den Landwirten sind am Laufen. Insgesamt müssen rund 20 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche für den Umfahrungsbau weichen. 80 Grundeigentümer zwischen Radlach und Berg im Drautal sind davon betroffen. Danach sollen die Ausschreibungen für die Bauarbeiten hinausgehen. „Die Kritik des Landesrechnungshofes haben wir berücksichtigt, die Umfahrung ist auf Schiene“, versichert Gruber. Die Bürgerinitiative fordert indessen Sofortmaßnahmen für Greifenburg: eine Tempo 30 Beschränkung durch den Ort sowie eine Tonnage-Beschränkung für Lkws und ein Fahrverbot für „Mautflüchtlinge“.