Skip to main content
23. April 2026

Stadtspaziergang gegen das Vergessen in Hermagor

Am „Tag der Befreiung“ (Freitag, 8. Mai) lädt der Verein Erinnern Gailtal zu einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung für die Gailtaler Opfer des Nationalsozialismus.

Austria Guide und "Erinnern Gailtal"-Obmann Bernhard Gitschtaler führt am 8. Mai durch Hermagor und erinnert an die Gegebenheiten in der NS-Zeit. Foto: privat

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Schon am 7. Mai 1945 erreichten britische Truppen aus Italien kommend den Plöckenpass und befreiten das Gailtal vom NS-Regime. Mindestens 66 Menschen aus dem Bezirk Hermagor waren zwischen 1938 und 1945 der Gewalt des Nationalsozialismus zum Opfer gefallen. Mindestens fünf kärntner-slowenische Familien aus dem Gailtal wurden deportiert. An sie erinnert seit Mai 2025 das „Denkmal der Namen“ in der 10.-Oktober-Straße in Hermagor, das durch den Einsatz des Vereins „Erinnern Gailtal“ mit Obmann Mag. Bernhard Gitschtaler im Vorjahr dort errichtet wurde.

Zeitgeschichte vor der Haustür

Anlässlich des 8. Mai veranstaltet der Verein einen „Stadtspaziergang gegen das Vergessen“ in Hermagor. Dieser startet um 17 Uhr bei der Musikmittelschule Hermagor. In einzelnen Stationen werden Orte thematisiert, die während des NS-Regimes eine wichtige Rolle gespielt haben, darunter das „Maidenlager“ des Reichsarbeitsdienstes, das Geschäft Glesinger-Braun, das Armenhaus und die Neue Heimat (Die Teilnahme am Stadtspaziergang ist gratis). Anschließend beginnt um 19 Uhr der Wortgottesdienst beim Denkmal der Namen. Geleitet wird der Wortgottesdienst von Veronika Ambrosch und Hannes Berger.

 

Kommentar verfassen

Sie können nun auf das Kommentar von "Some User" antworten.