Sonntag, der vierte Einsatz-Tag im Lesachtal. Mithilfe des Hubschraubereinsatzes konnte der Brand eingedämmt werden. Heute unterstützt der KAT-Zug 2 aus Spittal beim Glutnester ausräumen. Am Vormittag luden LH Daniel Fellner und der Präsidenten des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes, Ing. Rudolf Robin, zu einer Pressekonferenz im Bildungszentrum Lesachtal in St. Lorenzen.
Auf 110 Hektar hat sich in der Nacht von Freitag auf Samstag der Waldbrand im Lesachtal ausgebreitet. Die „Krone“ titelte „einer der größten Brände Österreichs“. Am Samstag standen 33 Feuerwehren mit rund 250 Kräften, sieben Hubschrauber mit 23 Flughelfern sowie Teams der Polizei, der Rettung und des Österreichischen Bundesheeres im Einsatz. Menschenleben oder Wohngebäude waren vorerst nicht bedroht, hieß es. Ein Feuerwehrmann habe sich leicht verletzt.
Spittaler KAT-Zug im Einsatz,
Im Lesachtal-Einsatz ist seit heute Morgen auch der KAT-Zug 2 des Bezirks Spittal. Nun gilt es in Kleinarbeit die Glutnester auszuheben. Material-Nachschub gibt es vom Landesfeuerwehrverband in Form von 10.000 FFP2-Masken, die bei den Nachlöscharbeiten gebraucht werden, um die Florianis und Helfer vor dem Rauch zu schützen.
Landeshauptmann und Stellvertreter machten sich ein Bild
Heute Vormittag wurde eine Pressekonferenz im Bildungszentrum St. Lorenzen einberufen, wo LH Daniel Fellner und der Kärntner Feuerwehrkommandant Rudolf Robin über die Lage im Lesachtal informieren. . Seinen Dank richtete er schon im Vorhinein an jene Feuerwehrleute, die mittlerweile aus Osttirol und aus der Steiermark angerückt sind: „Wieder einmal zeigt sich, dass im Ernstfall alle zusammenhalten und Landesgrenzen verschwinden.“ Ein Bild vom Ausmaß der Schäden im Lesachtal machte sich auch LH-Stv. Martin Gruber, der sich mit Bgm. Bernhard Knotz zu einem Lokalaugenschein traf. Bgm. Knotz: „Der derzeitige Waldbrand in unserem Tal fordert unsere Einsatzkräfte weiterhin mit voller Intensität. Feuerwehren aus dem Lesachtal, dem Bezirk Hermagor, aus Osttirol, die Bezirkshauptmannschaft und viele weitere stehen im Dauereinsatz. Ein aufrichtiges Vergelt’s Gott an alle Einsatzkräfte für euren unermüdlichen Einsatz, eure Professionalität und euren Mut!“.
Bisher über 800 Löschflüge
Das Bundesministerium für Inneres unterstützt mit vier Libelle-Hubschraubern die Löscharbeiten. Das Bundesheer ist mit 2 Hubschraubern angerückt. „Die Einsatzkräfte arbeiten unter extrem gefährlichen Bedingungen – steile Hangflächen, starker Wind und aufsteigender Rauch erschweren die Löscharbeiten aus der Luft massiv“, schreibt das Innenministerium auf ihrer Facebook-Seite. Die Crews absolvierten bis Samstagabend rudn 812 Löschflüge und warfen ca. 446.000 Liter Wasser auf die brennende Waldfläche im Lesachtal.