178 Mal besuchte der pensionierte AHS-Lehrer Gerhard Hohenwarter den Eiskargletscher in den Karnischen Alpen und führte dort 33 Jahre lang wichtige Messungen durch. Dafür wurde er von LH Peter Kaiser mit dem Kärntner Lorbeer für ehrenamtliche Tätigkeit in Gold mit Brillanten ausgezeichnet.
Der Geehrte wurde schon Anfang der 1970er-Jahre während einer Uni-Exkursion am Großglockner mit dem Gletschervirus infiziert. Anfang der 1990er-Jahre übernahm er schließlich die Längenmessung des Eiskargletschers in den Karischen Alpen, wo es bis dahin keine regelmäßige Messung gab. Von 1992 bis 2025 war Hohenwarter bis auf zwei Ausnahmen jedes Jahr bei den Messungen auf Österreichs südlichstem Gletscher mit dabei. Bis 2013 war er dafür hauptverantwortlich, dann übergab er an seinen Sohn Gerhard junior. Von Hohenwarters erstem Besuch im Eiskar 1981 bis zu seinem letzten Besuch 2025 waren es insgesamt 178 Besuche. Durch seine Messtätigkeit und Exkursionen wurde der Eiskargletscher einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Hohenwarter führte über Jahre auch die Längenmessung am Freiwandkees (Glocknergruppe) durch, war bei Gletschermessungen an der Pasterze dabei, beobachtete aus Eigeninteresse das Lassacher Kees unterhalb des Ankogels und stattete kleineren und unbekannten Gletschern wie dem Gartlkees in der Schobergruppe Besuche ab. Hohenwarter hat zudem jahrelang unter Gretl Komposch im Grenzlandchor Arnoldstein gesungen. Aus dem choreigenen Quintett gingen die „5 Gailtaler“ rund um Franz Mörtl hervor. Zusammen mit ein paar Gleichgesinnten baute Hohenwarter zudem ein Netzwerk von „Wildsängern“ auf, die sich regelmäßig zum Gasthaussingen treffen. Seine Gletschermesstätigkeiten hat der 77-Jährige inzwischen beendet.