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29. Januar 2026

Zankapfel „Stromautobahn“

Der Unmut über die geplante Trassenführung für den 380-kV-Lückenschluss der APG durch das Drautal ist groß. Die Bürgermeister der Gemeinden Baldramsdorf, Mühldorf, Reißeck und Lurnfeld fordern in einem Schreiben eine erneute Prüfung des Trassenverlaufs – zu Lasten einer anderen Gemeinde.

Die geplante Trasse der 380-kV-Leitung durch Kärnten. Grafik: APG

Gut besucht war die Veranstaltung der Bürgerinitiative Baldramsdorf aber auch in Feldkirchen gegen die Pläne zur „Stromautobahn“, wie sie häufig genannt wird. In diesem Thema stecken viel Unsicherheit und Sorgen der Bevölkerung. Die vier oben genannten Gemeinden haben auf ihren Internet-Seiten ein Schreiben veröffentlicht, in dem sie der APG eine Alternativroute für die 380-kV-Leitung zur Prüfung vorlegen. Dieses richtet sich an APG-Projektleiter Wolfgang Hafner, Leitungsbauer Lukas Reider und den KNG-Projektleiter Gernot Kowatsch. Die Trasse würde laut beigefügten „Plan“ mitsamt Umspannwerk über das Gemeindegebiet von Kleblach-Lind ausweichen und über die Nordseite des Goldecks führen.

„Hauptsache nicht bei mir“

 Die Bürgerinitiative Baldramsdorf unterstütze und befürworte ausdrücklich jene Trassenführung, die von den Bürgermeistern gegenüber der APG vorgeschlagen wurde, schrieb der BI-Sprecher Hans-Jörg Sattlegger. Etwas gelassener reagierte darauf der Bürgermeister in Lind, Manfred Fleißner: Diese Geschichte sei ein „alter Hut“ und steht den Untersuchungen der Leitungsbauer entgegen. Am Mittwoch, 4. Feber, 17 Uhr, gibt es zu diesem Thema eine Bürger-Infoveranstaltung der Gemeinde im Kultursaal, wo die offizielle Trassenführung mit Vertretern der APG diskutiert wird. „Irritiert“ zeigt sich der Bürgermeister über das Vorgehen seiner Kollegen, die Trasse in eine andere Gemeinde hin zu diskutieren und damit andere Bewohner belasten – nach dem Gedanken „Hauptsache nicht bei mir“.

 

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