Nach dem erfolgreichen Start in Seeboden soll der Padel-Boom nun auch Spittal erreichen. In der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause wurden die Weichen für den Bau einer Padel-Tennis-Halle gestellt. Insgesamt wurden 36 Tagesordnungspunkte zügig behandelt.
Bereits zu Beginn der Sitzung zeigte sich Bgm. Gerhard Köfer erfreut über das Projekt. Die im Frühjahr in Seeboden eröffnete Padel-Anlage sei „vollkommen ausgebucht“. „Diesen Hype wollen wir auch nach Spittal bringen“, betonte er. Als Investor konnte die Paddle und Swing GmbH aus Seeboden gewonnen werden. Das Unternehmen plant neben der Spittaler Tennishalle und dem Stadion eine Padel-Halle mit vier Spielplätzen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 1,5 Mio Euro. Das etwa 2.700 Quadratmeter große Grundstück wird für 35 Jahre verpachtet und soll der Betriebs GmbH jährliche Pachteinnahmen von mehr als 24.000 Euro bringen. Auch die Gastronomie bei der Tennishalle soll vom neuen Angebot profitieren. Im Zusammenhang mit dem Standort wurde auch der sanierungsbedürftige Goldeck-Parkplatz angesprochen. Diesen bezeichnete Köfer als „Lost Place“. Eine umfassende Erneuerung sei jedoch erst in den kommenden Jahren möglich, da dafür ein Millionenbetrag erforderlich wäre.
Kindergarten Ost wird modernisiert
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war der Nachtragsvoranschlag für das laufende Jahr. Finanzreferent und Vize-Bgm. Willi Koch zeigte sich zufrieden: Trotz höherer Nachzahlungen bleibe das Gesamtergebnis weitgehend unverändert. Einsparungen ergaben sich unter anderem im Kulturbereich, da der internationale Chorwettbewerb nicht stattfand. Gleichzeitig wurden zusätzliche Mittel für Wohnhaussanierungen, Kinderbetreuung und Personalkosten eingeplant. Positiv entwickle sich auch die Kommunalsteuer. Ziel sei es, das zulässige Maastricht-Defizit von knapp zwei Mio Euro einzuhalten. Investiert wird weiterhin in die Infrastruktur. So erhält die Freiwillige Feuerwehr St. Peter 2027 ein neues Rettungsboot als Ersatz für das 36 Jahre alte Einsatzboot. Die Kosten belaufen sich auf rund 35.000 Euro. Für die Feuerwehr Spittal wird zudem ein neuer Katastrophenschutz-Anhänger um 60.000 Euro angeschafft. Einstimmig beschlossen wurde auch der Umbau und die Sanierung des Kindergartens Ost. Dort entstehen rund 60 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Stadt, Land und Bund investieren gemeinsam etwas mehr als zwei Mio Euro in das Projekt.
Kanalbau, Sommerprogramm und eine Flurreinigung der „anderen Art“
StR Christoph Staudacher informierte über das Kanalbauprojekt in der Ponau, das im Herbst startet. Dabei werden die Abwasseranlage saniert und ein neues Regenwassergerinne errichtet. Das Projekt „Wasserversorgungsanlage Unterland“ sei bereits zu rund drei Vierteln abgeschlossen und liege sowohl im Zeit- als auch im Kostenplan. Vize-Bgm. Willi Koch verwies außerdem auf das Sommerprogramm der Stadtgemeinde. Am 17. Juli findet im Stadtpark ein Silent Cinema statt, am 5. August lädt „Sekt in the City“ zum Stadtbummel, ehe am 8. und 9. August mit dem Spittaler Kirchtag der Höhepunkt des Sommers folgt. Vize-Bgm. Angelika Hinteregger berichtete von positiven Rückmeldungen zur Neugestaltung der Steganlagen am Egelsee. Eingebrachte Anregungen würden nach Möglichkeit berücksichtigt. Auf Initiative eines Gemeindebürgers wird heuer erstmals eine besondere Form der Flurreinigung organisiert. Dabei sollen invasive Neophyten im Stadtgebiet entfernt werden. Der Termin wird noch bekanntgegeben. „Ich freue mich auf jeden, der sein Gartenwerkzeug mitbringt“, so Hinteregger.