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08. Januar 2026

Spittal bekommt Ski-Ausbildungszentr­um

In Klagenfurt wurden die Pläne für das seit längerem diskutierte Leistungssportzentrum in Spittal präsentiert.

Noch stehen die Baucontainer vor dem Fritz Strobl Schulzentrum und der PTS in Spittal, aber in zwei Jahren soll das Gebäude als „Leistungssportzentrum Spittal GoldEck“ glänzen und Spittal in die Liga von Ausbildungsstätten wie Stams und Schladming hieven. Letzte Woche wurden die Pläne dafür präsentiert.

„Das neue Ausbildungszentrum ist Meilenstein für Spittal“, brachte Bgm. Gerhard Köfer es bei der Präsentation auf den Punkt. Künftig werde Spittal in einem Atemzug mit Stams und Schladming genannt, wenn es um professionelle Nachwuchsausbildung geht, so Köfer weiter. Worum geht es? Stams und Schladming sind bekannte Sport-Ausbildungsstätten – vor allem für Wintersportler. Mit dem Goldeck in unmittelbarer Nähe soll auch in Spittal ein „Sport-Ausbildungszentrum für Olympiasieger und Profisportler von morgen“ entstehen. Die Pläne dafür wurden letzten Donnerstag von Sportreferent LH Peter Kaiser, LH-Stv. Martin Gruber, Bildungsreferent LR Peter Reichmann und Spittals Bürgermeister Gerhard Köfer gemeinsam mit Bildungs- und Sportverantwortlichen des Landes im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert.

32 Sportarten

Konkret entsteht am Standort der Fritz-Strobl-Skimittelschule und Polytechnischen Schule in Spittal an der Drau das „Leistungssportzentrum Spittal GoldEck“ mit einem eigenen Internat. Es wird aber nicht nur der Wintersport sein – über das Schulsportleistungsmodell Kärnten (SSLK) sollen ganze 32 Sportarten angeboten werden. Eng zusammengearbeitet soll auch mit dem BORG Spittal werden. Das Projekt geht jetzt in die Detailplanung, soll im Herbst starten und in eineinhalb bis zwei Jahren abgeschlossen sein. Für 250 bis 300 Schülerinnen und Schüler werde es hier eine duale Ausbildung der Sonderklasse geben, so Sportreferent LH Peter Kaiser. Für LH-Stv. Gruber bringe das Projekt „große Anziehungskraft für Spittal, die Region und Kärnten als Sportland“. Bgm. Gerhard Köfer erwartet sich durch das Leistungssportzentrum eine enorme Aufwertung seiner Stadt und dem „größten Sportbezirk Österreichs“. Impulse werde das Leistungssportzentrum für Sport, Tourismus und Wirtschaft geben.

2 Mio Euro-Projekt

Das Projekt ist im Zuge der notwendig gewordenen Sanierung der Fritz-Strobl-Skimittelschule entstanden und das Schulgebäude eigens dafür neu konzipiert worden. 2.200 Quadratmeter der insgesamt 13.000 Quadratmeter großen Nutzfläche habe man „freischaufeln“ können. Das Gebäude der Polytechnischen Schule werde an einen Wohnbauträger veräußert und zum Internat mit 54 Betten umgebaut. Der zweigeschossige Verbindungstrakt, der eigentlich hätte abgebrochen werden sollen, werde ausgebaut. Hier entstehen Sport- und Trainingsflächen, Werkstätten, Lagerflächen, Duschen und eine Kraftkammer. Die Errichtungskosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro netto und werden von Gemeinde- und Sportreferat, dem Kärntner Bildungsbaufonds, dem Schulgemeindeverband Spittal sowie mit EU- und Regionalentwicklungsbeiträgen finanziert.

 

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