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29. August 2020

Sommersaison besser als erwartet

Der „Sicherer Süden“ sorgt im Kärntner Tourismus laut Tourismuslandesrat Sebastian Schuschnig für stabile Juli-Zahlen, die an das Vorjahresergebnis heranreichen. Mit einer Steigerung von 35,5 % ist eine deutliche Verlagerung zum Inlandstourismus spürbar.
Sommersaison besser als erwartet
Die gemeinsamen Aktivitäten in den Tourismusregionen für eine Saisonverlängerung im Herbst sollen dazu beitragen, weiterhin verlorene Wertschöpfung und Übernachtungen der Vorsaison zu kompensieren. In der Region Nassfeld / Lesachtal /Weißensee verlängert z. B. die Öffnungszeiten zahlreicher Strukturangebote wie Sesslbahnen für Wanderangebote oder der Weißensee Schifffahrt. Foto: NLW/Daniel Zupanc

Trotz Corona-Krise und den gesetzten Maßnahmen wurden im Juli im Kärntner Tourismus 537.641 Ankünfte und 2.733.554 Übernachtungen gemeldet. Damit konnte das Vorjahresergebnis bei den Nächtigungen mit einem knappen Plus von 0,1% erreicht werden. Grund dafür ist der überdurchschnittlich hohe Anteil an Übernachtungen von österreichischen Gästen mit plus 35,5%  „Damit ist klar, die Österreicher haben sich heuer solidarisch mit der heimischen Tourismuswirtschaft gezeigt und Urlaub im Land verbracht. Das übertrifft unsere Erwartungen für diesen international schwierigen Sommer. Die Vorsaison kann damit aber nicht aufgeholt werden. Deshalb gilt es jetzt um die stabile Buchungslage zu kämpfen und uns gemeinsam mit der Branche intensiv auf die schwierige Herbst- und Wintersaison vorzubereiten“, so Schuschnig zu den aktuellen Tourismus-Zahlen für Juli der Landesstatistik Kärnten.

Städte stärker betroffen

Über einen längeren Zeitraum betrachtet - von Mai bis Juli wurden kärntenweit insgesamt 3.822.386 Übernachtungen registriert, ein Minus von 24,9 %, es waren in diesem Zeitraum auch 814.540 Ankünfte weniger als im Vorjahr, ein Minus von 34,8 %. Von den Rückgängen betroffen seien im Juli vor allem die Städte, wie Villach mit minus 4,4% und Klagenfurt mit minus 8,7%. Vor allem die Reisebeschränkungen haben demnach markante Spuren hinterlassen: Ausländische Herkunftsmärkte wie Deutschland (-8%), die Niederlande (-26,8 %), Tschechien (-30,1 %), Italien (-63,8 %) und die Schweiz inklusive Liechtenstein (-7,7%) weisen deutliche Rückgänge auf. „Das Juli-Ergebnis kann nur als punktuelle Betrachtung gesehen werden. Eine ganzheitliche Beurteilung wird erst mit dem Gesamtergebnis Ende Oktober gezogen werden können“, meinte Christian Kresse, Chef der Kärnten Werbung. Die hohen Sicherheitsmaßnahmen, die umfangreichen Testungen der Tourismusmitarbeiter, der Recovery Plan Kärnten 2020 und die umfangreichen Marketing-Kampagnen waren wichtig für einen sicheren Neustart des Tourismus, so Schschnig.  „Kärnten konnte im bisherigen Sommer viele neue Gäste begrüßen und viele haben auch Kärnten wiederentdeckt“. Für den August wird ein ähnliches Ergebnis prognostiziert. 

 

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