In Radenthein entsteht direkt neben dem neuen Kommunalen Einsatzzentrum ein Feuerwehr-Katastrophenschutzzentrum für den Bezirk Spittal. Das Land Kärnten investiert insgesamt 2,6 Mio Euro in Infrastruktur und Gerätschaften. Die Fertigstellung ist für Dezember 2026 geplant.
Das Land Kärnten stellt eine Million Euro für die Infrastruktur zur Verfügung. Weitere 1,6 Mio Euro fließen in die Anschaffung von Gerätschaften. Den offiziellen Spatenstich nahmen Katastrophenschutzreferent und LH Daniel Fellner gemeinsam mit Landesfeuerwehrkommandant Rudolf Robin, Bürgermeister Armin Egger und seinem Vorgänger, Landtagsabgeordnetem Michael Maier, Bezirkshauptmann Markus Lerch, Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober und Gemeindefeuerwehrkommandant Hannes Daborer vor.
Schnelle Hilfe im Katastrophenfall
Das neue KAT-Lager wird unter anderem mit Pumpen, Werkzeugen, einem Teleskoplader, einem Wechsellader für den Transport von Abrollbehältern sowie mobilen Hochwasserschutzelementen ausgestattet. Damit soll im Katastrophenfall eine rasche und bedarfsgerechte Bereitstellung von Einsatzmitteln für die gesamte Region gewährleistet werden. Das Kommunale Einsatzzentrum Radenthein wurde erst im April dieses Jahres eröffnet. Es bündelt Feuerwehr, Bergrettung, Bauhof und das interkommunale Altstoffsammelzentrum an einem Standort. „Ich freue mich, weil wir hier ein tolles Projekt gemeinsam entwickeln. Nachdenklich bin ich, weil es notwendig ist“, sagte Katastrophenschutzreferent und LH Fellner bei der Spatenstichfeier. Die Zahl der Katastropheneinsätze sei in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Auf lange Dürreperioden würden zunehmend Starkregenereignisse folgen. Fellner betonte zudem die wichtige Rolle der Einsatzkräfte vor Ort: „Ich bin stolz auf unsere Einsatzkräfte und auf die Feuerwehren hier in Radenthein, die bereit sind, das Feuerwehr-Katastrophenschutzzentrum zu betreuen. Ihr habt hier Verantwortung für die ganze Region übernommen.“
Strategischer Standort für Oberkärnten
In Kärnten gibt es insgesamt fünf Katastropheneinsatzzüge, kurz KAT-Züge, die bei größeren Ereignissen auch überörtlich zum Einsatz kommen. Für LA Michael Maier ist das neue KAT-Lager in Radenthein strategisch hervorragend positioniert. Von hier aus seien unter anderem das Gurktal über Bad Kleinkirchheim, das Gegendtal, das Lieser- und Maltatal sowie weitere Teile Oberkärntens rasch erreichbar. Auch in Zukunft müsse Oberkärnten mit weiteren Natur- und Katastrophenereignissen rechnen, betonte Bezirksfeuerwehrkommandant Kurt Schober. Seit 2018 war der Bezirk Spittal bereits von zahlreichen Ereignissen betroffen. Für Bezirkshauptmann Markus Lerch ist das neue Feuerwehr-Katastrophenschutzzentrum daher die „logische und konsequente Antwort“ auf die zunehmenden Herausforderungen. Entscheidend sei vor allem, dass benötigte Gerätschaften im Ernstfall rasch verfügbar sind. Die Fertigstellung des neuen KAT-Stützpunktes ist für Dezember 2026 vorgesehen.