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26. September 2019

Löschflugzeuge „tanken“ am Weißensee

Ein Flugzeugabsturz und ein Waldbrand im Grenzgebiet Österreich-Slowenien, das waren die Übungsannahmen bei der „Airplane Crash Karawanken 2019“.
Löschflugzeuge „tanken“ am Weißensee
Ein Spektakulär Anblick am Weißensee war die Wasserentnahme des italienischen Canadair-Löschflugzeuges bei der grenzüberschreitenden Katastrophenübung „Airplane Crash Karawanken 2019“. Foto: Wilpernig

Ziel der Übung war die Zusammenarbeit mit italienischen Löschflugzeugen und mit den Slowenischen Behörden bei Flügen über die Staatsgrenze zu trainieren. Basierend auf dieser Übung werde man einen gemeinsamen Alarmplan im Falle von Flugzeugabstürzen erstellen, hieß es aus dem Büro von LR Daniel Fellner. Das Übungsszenario sei realistisch gewesen: „Katastrophen machen vor Grenzen nicht Halt“, so  der Katastrophenschutzreferent. Im Grenzgebiet Österreich-Slowenien wolle man auch den bürokratischen Ablauf beim Überflug der Staatsgrenze vereinfachen. Eine bestehende Vereinbarung soll dahingehend erweitert werden, dass die italienischen Löschflugzeuge bei Bränden in Italien an den Kärntner Seen Wasser aufnehmen können. Im Gegenzug sollen sie Kärnten bei Bränden mit Löschflügen unterstützen. Bei der Wasserentnahme aus den Kärntner Seen kann man das Löschflugzeug höher beladen, als dies an der Adria möglich wäre.

2019.09.21 Übung Waldbrand Rosental Weißensee Löschflugzeug 22Foto: Arno Pusca / Bundesheer

Weißensee geeignet

Wegen der günstigen Lage auf 930 Meter Seehöhe wurde der Weißensee ausgewählt. Das italienische Löschflugzeug nahm dreimal je 6.000 Liter auf und flog zurück ins Übungsgebiet im Rosental. Nicht einmal 15 Sekunden dauert der Ladevorgang an der Wasseroberfläche. Für den Hin- und Rückflug wurden lediglich rund 25 Minuten benötigt. Die Übung am Weißensee wurde unterstützt von Polizei, Wasserrettung und den Feuerwehren vom Weißensee und Kräften aus Kleblach-Lind. Übungskoordinator Mag. Markus Lerch (BH Spittal) und BFK Kurt Schober waren von diesem Novum begeistert und bestätigten der Übungsleitung im Rosental die Einsatztauglichkeit des Weißensees. An der grenzübergreifenden Katastrophenübung nahmen rund 700 Personen aus Einsatzorganisationen aus Kärnten, Italien und Slowenien teil.

 

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