Marika Lagger-Pöllinger, bisher Bürgermeisterin in Lendorf und bisherige Dritte Landtagspräsidentin, ist seit heute Teil der Kärntner Landesregierung.
„Verantwortung habe ich nie gescheut, trotzdem ist das Angebot für mich überraschend gekommen“, erklärt die gebürtige Lendorferin und heute im Kärntner Landtag mit 22 von 34 abgegebenen Stimmen (1 ungültig) neu gewählte Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger. Die Angelobung durch LH Daniel Fellner erfolgt am Donnerstag im Zuge der Regierungssitzung.
Über zehn Jahre Bürgermeisterin in Lendorf
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe sie für Ihr neues Amt in der Kärntner Landesregierung ihr Bürgermeisteramt aufgegeben. „Lendorf ist meine Heimat, und die Arbeit für die Menschen hier war mir immer eine große Freude“, so Lagger-Pöllinger. 2015 wurde sie zur Bürgermeisterin von Lendorf gewählt. 2023 zog sie als Abgeordnete in den Kärntner Landtag ein. Am 23.10.2025 erfolgte der nächste „Karriereschritt“: Sie wurde Dritte Präsidentin des Kärntner Landtags. In ihrer neuen Funktion als Landesrätin übernimmt sie die Zuständigkeiten für Gemeinden, Klima und Naturschutz sowie die Wasserwirtschaft. Als Gleichstellungs- und Frauenreferentin werde sie auch eine starke Stimme für die Anliegen der Frauen in Kärnten sein. Die neue Referatseinteilung wird in der kommenden Regierungssitzung ebenfalls beschlossen.
Engagierte Kämpferin gegen Hass im Netz
Als neues Mitglied der Landesregierung will sie Sprachrohr und Vorbild sein und zeigen, dass man sich trauen muss, neue Wege zu beschreiten und niemals aufzugeben, auch in schwierigen und herausfordernden Lebenssituationen. Damit gibt Marika Lagger-Pöllinger Einblick in ihr wohl schlimmstes Lebenskapitel: 2014 nahm sich ihr Sohn Elias mit 16 Jahren das Leben, ausgelöst durch Cybermobbing und Betrug im Netz. „Eine Zeit, in der ich als Frau und vor allem Mutter wirklich durch alle Tiefen des Lebens gegangen bin.“ Mit diesem Schicksalsschlag geht Lagger-Pöllinger offen um und setzt sich seit Jahren gegen Mobbing und Hass im Netz ein. „Wer mich kennt, weiß, dass mir das Miteinander sehr wichtig ist, auch der wertschätzende Umgang in der Politik. Wer mich kennt, weiß aber auch, dass ich eine klare Haltung habe und diese auch unmissverständlich vertrete.“