Die Kärntner Kirchen laden wieder ein. Am 29. Mai ist es soweit: zur „Lange Nacht der Kirchen“ öffnen rund 100 Kirchen in Kärnten ihre Türen.
Von Karl Brunner
Diözesanbischof Dr. Josef Marketz und Superintendentin von Kärnten-Osttirol Mag. Andrea Mattioli sagen Willkommen und laden dazu ein, Gemeinschaft zu erleben, innezuhalten und neue Zuversicht zu schöpfen. „Mut einander“ ist das Motto der „Lange Nacht der Kirchen“, dessen vielfältiges Programm von der Katholischen Kirche, der Evangelischen Kirche, Altkatholischen Kirche und Rumänisch-orthodoxen Kirche getragen wird. „Das Mitmachen soll Mut machen! Mut, aufeinander zuzugehen, Mut, mit Gott und der Welt ins Gespräch zu kommen und ermutigt durch diese Nacht in einen neuen Tag zu gehen“, schreibt Mattioli. Es brauche Mut zu Veränderungen oder der Erhaltung alter Traditionen und Werte, Mut, alte Gewohnheiten zu überdenken und Neues zu beginnen. Alleine gehe das schlecht. Die Lange Nacht ist eine besondere, mit sehr breitgefächerten Angeboten.
Wandern und Musik
Hier einige Programme aus Oberkärnten. In Gmünd findet das 4-Kirchen-Pilgern (19 Uhr) „mit Mut-Gedanken“ statt. In der Pfarre Berg/Drautal heißt es, sich auf den Weg zu machen: „von Dellach über Berg bis Greifenburg“ (Beginn beim Schmelzer Stöckl um 18.30 Uhr). Im „Franziskus-Jahr“ will man hier den Blick auf die wunderbare Schöpfung, auf Stille und Spuren des Glaubens richten. In Kötschach wird auch in die „Lange Nacht“ gewandert: vom Gailtaler Dom (ab 18.30 Uhr) führt der Weg nach Mandorf, zum Wegkreuz, zu den Kapellen der Familien Pichler und Lassnig und zum gemütlichen Beisammensein im „Bergile-Garten“. In Sachsenburg gibt es um 19.30 Uhr eine Lesung aus Texten von Ingeborg Bachmann (100. Geburtstag) von Grafiker und Autor Wilfried Leo Kuß, mit musikalischer Begleitung. Mehrere Musikbeiträge sind in der Wallfahrtskirche Maria Schnee in Matzelsdorf zu hören (ab 18 Uhr), zudem gibt es Informationen zur Geschichte der (diesmal eigens beleuchteten) Kirche und zur Bautechnik, zu Musik und Glaube sowie Gedanken übers Glück(-lichsein).
Gespräch und Agape
In Irschen braucht es auch gutes Schuhwerk und „Mut, glücklich zu sein; unter diesem Motto wird zu den sechs Kirchen im Pfarrgebiet gewandert (ab 17.15 in Suppersberg). Impulse zu den Kirchenpatronen werden jeweils gegeben und abschließend folgt eine Agape in der Kirche St. Dionysius. In der Pfarrkirche Weißbriach spielt (um 19 Uhr) die Band „betont worship“ im Rahmen eines Lobpreisabends. Stationen, die zum Verweilen, Beten und In-sich-Gehen einladen (ab 18 Uhr), befinden sich in der Evang. Kirche Spittal. Im Pfarrgarten kann man sich dort bei Häppchen und Getränken austauschen und ins Gespräch kommen. Um 20 Uhr sind in der Pfarrkirche Stall/Mölltal die „Friedensmesse“, ein Konzertwerk von Lorenz Maierhofer sowie Marienlieder zu hören, danach folgt eine Agape unter der Linde am Kirchplatzl. Eine „Franziskus-Andacht“ und „Music meets Mind“ (Band Schallherz) sind ab 18 Uhr bzw. 18.45 Uhr in der Pfarrkirche Saak und Evang. Lutherrosen-Kirche Nötsch angesagt. Auch in Fresach wird um 20 Uhr zu einer „Ökumenischen Lange Nacht der Kirchen“ geladen. In der Pfarrkirche Kreuth bei Bad Bleiberg findet ab 18 Uhr ein „meditativ-spiritueller Kunstgenuss für Auge und Ohr“ statt, in der Evang. Kirche Bad Bleiberg gibt es (ab 20 Uhr) den „Jedermann – Figurentheater für Erwachsene von Andreas Ulbrich“, zuvor einen Aperitif im Pfarrhof. Die Kirche zeigt sich in dieser „Langen Nacht“ einmal mehr als „offen für alle“. Bischof Marketz: „Möge diese Nacht Sie stärken, ermutigen und Ihnen neue Hoffung schenken“.