WWF und „Global 2000“ unterzogen 129 Stromanbieter einem „Stromanbieter Check“. Während einige Landesenergieversorger dabei nicht gut weg kamen, gab es viel Lob für einen Oberkärntner Betrieb: Die AAE der Familie Klaus in Kötschach-Mauthen
„Wenige Vorreiter, viel Intransparenz“, so titelt der Bericht der beiden Umweltorganisationen, die diesmal 129 Stromanbieter unter die Lupe nahmen. In den Jahren zuvor waren es schon einmal 140, aufgrund der „Strompreis-Kriese“ sind in den letzten Jahren aber einige davon weggebrochen. Der Großteil kam mit einem „mittelmäßigen bis schlechten Zeugnis“ davon. Aber unter den 129 Untersuchten gibt es auch Positivbeispiele, die den Titel „Treiber der Energiezukunft“ erhielten. Einer davon ist die Alpen Adria Energie (AAE) aus Kötschach Mauthen, die zusammen mit W.E.B aus Niederösterreich und dem Kraftwerk Glanznig-Rüstorf aus Oberösterreich als „solide Grünstrom-Anbieter“ eingestuft wurden.
Öko-Gedanke mitgenommen
Die Kötschacher AAE gehört zu den ersten Stromunternehmen Österreichs, das auch auf eine 140-jährige Firmengeschichte zurückblicken kann. Seit 1886 wird der Strom ausschließlich aus Wind, Wasser und Sonne erzeugt, wobei sich der Gailtaler Betrieb selbst als Vorreiter in Sachen Ökostrom sieht und bei der Errichtung seiner Kraftwerke auch den ökologischen Gedanken stehts mitnimmt. Dieser Umstand scheint auch den beiden Umwelt-Organisationen ins Auge gestochen zu sein, die sich beim „Check“ nicht nur mit geschriebenen Daten zufriedengaben, sondern auch die Anlagen vor Ort besuchten. „Wir freuen uns sehr, mit unserem Unternehmen den ersten Platz erreicht zu haben. Besonders dankbar sind wir dafür, dass unser Engagement für den respektvollen Umgang mit der Natur bei der Energieerzeugung gesehen wird“, so Wilfried Johann Klauss, Geschäftsführer und Leiter des Familienunternehmens in fünfter Generation.
Keine einfache Aufgabe
Von den 129 Anbietern, die der WWF und Global 2000 sich vorgenommen haben, verweigerten 84 die Auskunft und konnten nur mit öffentlich zugänglichen Daten bewertet werden – dabei auch der teilstaatliche Verbund. Für eine echte Energiewende seien die Stromanbieter schlecht aufgestellt, heißt es im Fazit. Hapern würde es an Naturverträglichkeit und glaubwürdigen Strategien für den Ausstieg aus den fossilen Energiequellen. Im Ranking der Landesenergieversorger habe die Vorarlberger illwerke vkw am besten abgeschnitten. Die Kärntner Kelag liege im „schlechten Mittelfeld“. „Diese Versorger schneiden auch deshalb sehr schlecht ab, weil sie immer noch stark auf fossile Energieträger setzen“, heißt es im Bericht.