Nach den schweren Unwetterereignissen der Jahre 2016 und 2019 wird der Hochwasserschutz im Ortsteil Baldramsdorf weiter verstärkt. Das Verbauungsprojekt aus dem Jahr 2019 wird aufgrund neuer technischer Erkenntnisse während der Bauphase angepasst. Ein entsprechender Antrag wurde in der letzten Regierungssitzung beschlossen.
„Die Ereignisse der letzten Jahre haben gezeigt, wie schnell extreme Wetterlagen zu gefährlichen Situationen führen können. Unser Auftrag ist klar: Wir müssen unsere Schutzsysteme laufend verbessern und an neue Herausforderungen anpassen“, betont Wasserwirtschafts- und Katastrophenschutzreferent Daniel Fellner. Der Hochwasserschutz am Zörbach dient der langfristigen Sicherung der besiedelten Bereiche in Baldramsdorf sowie der L5 Baldramsdorferstraße und des kommunalen Straßennetzes. „Wenn es um die Sicherheit der Kärntnerinnen und Kärntner geht, darf es keine falschen Kompromisse geben. Deshalb setzen wir konsequent auf nachhaltige Lösungen, auf wirksame Verbauungsmaßnahmen, die den Menschen auch in Zukunft verlässlichen Schutz bieten“, so Fellner.
Straße zahlt mit
Das Verbauungsprojekt wird über das Straßenbaureferat von LHStv. Martin Gruber mitfinanziert. „Die Maßnahmen am Zörbach sind ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit der Bevölkerung und der Infrastruktur in Baldramsdorf sowie der gesamten Region. Sie schützen Siedlungsräume sowie landwirtschaftliche Flächen und sichern zugleich wichtige Verkehrsverbindungen. Deshalb leisten wir auch hier einen finanziellen Beitrag. Ein sicheres und funktionierendes Straßennetz ist eine zentrale Grundlage für Lebensqualität im ländlichen Raum“, betont Gruber.
Umfassende Arbeiten
Kern des Projekts ist ein umfassendes Maßnahmenpaket entlang des Wildbachs. Dazu zählen der Ausbau des Unterlaufs mit Wasserbausteinen, die Errichtung einer Geschieberückhaltesperre sowie die Sanierung bestehender Schutzanlagen. Dort werden unter anderem Sperrenvorbauten ergänzt, Bauwerke verstärkt und mit Spritzbeton gesichert. Zusätzlich werden Entwässerungsmaßnahmen im Oberlauf instandgesetzt. Während der Bauphase mussten einzelne Maßnahmen in Abstimmung mit der Sektion Kärnten des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung angepasst werden. Technische Erkenntnisse bei der Sperrensanierung sowie aufwändige und teilweise gefährliche Aushubarbeiten machten Änderungen in der Ausführung erforderlich.
2,4 Millionen-Projekt
Die Gesamtkosten erhöhen sich um 425.000 Euro auf 2,425 Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt von Bund, Land Kärnten, Landesstraßenverwaltung und der Gemeinde Baldramsdorf. Der zusätzliche Gesamtlandesmittelanteil beläuft sich auf 97.750 Euro.
Für Fellner und Gruber ist diese Investition ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung: „Beim Hochwasserschutz dürfen wir keine halben Lösungen machen. Wenn wir ein Projekt umsetzen, dann so, dass es den Menschen langfristig Sicherheit gibt. Genau deshalb investieren wir konsequent weiter.“ Gleichzeitig unterstreichen beide Referenten die strategische Bedeutung solcher Maßnahmen: „Hochwasserschutz ist eine Daueraufgabe. Wir bauen Schritt für Schritt ein starkes Schutznetz für Kärnten auf, nachhaltig und vorausschauend gemeinsam mit unseren Partnern vor Ort. Jeder verbesserte Schutzbau bedeutet mehr Sicherheit für unsere Gemeinden.“