V. l.: Bürgermeister Heinz Gerber aus Baldramsdorf, Marianne Pichler, Stadtrat Franz Eder und Wilfried Pichler, Obmann des Flößervereines Oberes Drautal. Foto: riepress
„Kärntner Holzstraße“, so wurde die Drau im 17. Jahrhundert bezeichnet. Früheste Hinweise auf den Güterverkehr auf der Drau finden sich bereits im 13. Jahrhundert. Spittal steht das Privileg des Flößens bereits seit dem Jahr 1400 zu. Die Drau ist ab Oberdrauburg mit Flößen befahrbar. Das Flößerjahr dauerte in der Regel von Georgi (16. März) bis Martini (11. November).
Die Flößergruppe aus Sachsenburg.
1990 wurde der Verein der Oberdrautaler Flößer gegründet, mit dem Ziel die Tradition nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Sechs Ortsgruppen fanden sich zusammen: Oberdrauburg, Dellach, Berg, Greifenburg, Sachsenburg und Spittal-Baldramsdorf. Der Verein ist auch Mitglied beim internationalen Flößerverband. Seit der Gründung organisieren die Oberdrautaler Flößer jedes Jahr im August die „Oberdrautaler Flößertage“, jede der sechs Gruppen steuert ihr Floß in den drei Tagen auf der 55 km langen Strecke von Oberdrauburg nach Spittal. Heuer fand nach 1991 und 2000 ein internationales Flößertreffen statt. Das Wissen um die Flößerei auf der oberen Drau wurde 2014 auch als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO aufgenommen.
Das Anlanden der Flöße brauchte die vereinten Kräfte der „Floßziacher“.
Äußerste Konzentration beim Anlanden, die Flößergruppe Greifenburg.
Für eine sichere Landung in Spittal sorgte die FF Baldramsdorf, im Bild mit LA Ferdinand Hueter, der den Florianis eine Stärkung brachte. Foto: riepress