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09. Juli 2026

Der Kaiser auf der „Franz-Josefs-Höhe“

Ein historisches „Gipfeltreffen“ zwischen Monarchie und Alpenwelt gab es vor 170 Jahren, als Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth den Fuß des Großglockners erreichten.

Von Karl Brunner

Stephan Macala (vom Atelier Macala, im Bild) schuf diese Statue vom jungen Kaiser Franz Joseph I. – natürlich ein vielgefragtes Fotomotiv mit dem Großglockner im Hintergrund. Foto: k.brunner

Das Besucherzentrum auf der „Franz-Josefs-Höhe“ zeigt viele spannende Ausstellungen (Autos, Vespa, Gletscher, Frauen am Berg, Sepp Forcher…). Ein Highlight ist jetzt die Ausstellung „Gipfeltreffen Eurer Majestäten“ und auch die Ausstellung „Tafeln wie ein Kaiser“ (diese im Kaiser Franz-Josef-Haus). Die „Franz-Josefs-Höhe“ heißt (seit 1856) so, weil im Jahr 1856 - vor 170 Jahren - Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth („Sisi“, auch „Sissi“) nach einer beschwerlichen Fußreise (der Kaiser ging zu Fuß, Sissi ritt) ab Heiligenblut die Glocknerregion besuchten und gleichsam – aus nächster Nähe - dem majestätischen Großglockner ihre Ehre erwiesen. Die neue Ausstellung erinnert an diese strapaziöse Reise des Kaiserpaars von Schönbrunn bis ins Hochgebirge. Die Reise des Kaiserpaars durch Kärnten, Slowenien und die Steiermark dauerte vom 2. bis zum 14. September 1856. Der Kaiser wollte sein Reich und die Bevölkerung kennenlernen. Franz Joseph stieg mit 41 Begleitern zum frisch verschneiten Hohen Sattel auf, der in der Folge in „Franz-Josefs-Höhe“ umbenannt wurde. Die damals 18jährige Sissi blieb bei der „Elisabethruhe“ im Bereich des heutigen Glocknerhauses vor dem letzten Aufstieg zurück.

„Historischer“  Naturpfad

Neugestaltet auf der „Franz-Josefs-Höhe“ – und damit Natur und Geschichte verbindend - ist der Panoramaweg mit Info-Tafeln, die über historisch Interessantes und Wissenswertes zu Kaiser und der damaligen Zeit der Monarchie Auskunft geben. Am Panoramaweg befindet sich als weiterer Aussichtspunkt (auf den Großglockner und Pasterze) auch der sogenannte „Kaiserstein“ mit einer Statue des Kaisers und dem in den Fels eingraviertem Besuchsdatum (7.9.1856). Hier sieht man nun einen neuen, einen jüngeren Kaiser stehen (die frühere Figur in weißer Farbe, die Franz Joseph schon als einen „älteren“ Kaiser darstellte, ist nun beim „Kaiser Franz-Josef-Haus“ aufgestellt). Diese „jugendliche“ Figurine (sie ist bronzefarben gehalten und kommt dem tatsächlichen Alter des Kaisers näher, weil dieser damals erst 26 Jahre alt war) hat der vielseitige Handwerker und Künstler Stephan Macala vom Atelier Macala (Salzburg) gefertigt. Unter wissenschaftlicher Betreuung entstehen dort naturidente Darstellungen und verschiedenste (Spezial-)Modelle. Das Macala-Team ist sehr bekannt für seine Herstellung von Kunstrepliken, Figurinen, Szenographie, Modellbau, Formenbau und Design gehören dazu, ebenso Vermittlungskonzepte.

 

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