Seit Donnerstagabend wütet im Lesachtal im Bereich Promeggen östlich von Maria Luggau ein Waldbrand. Mittlerweile haben sich die Flammen schon auf eine Fläche von 35 Hektar ausgebreitet. Derzeit tagt ein Krisenstab. Die Feuerwehren der Gemeinde Lesachtal sowie mehrere Feuerwehren aus dem oberen Gailtal und aus Osttirol stehen im Einsatz.
Am 8. April gab die Bezirkshauptmannschaft Hermagor das Verbot des Feueranzündens und Rauchens im Wald heraus (das Gleiche gilt für den Bezirk Spittal). Grund: die lange anhaltende Trockenheit. Diese ist auch Nährboden für den Waldbrand im Lesachtal, teilt das Bezirksfeuerwehrkommando Hermagor mit.
Schwieriges Gelände
Bis Mitternacht des 23. April hat sich der Brand auf rund acht Hektar Waldfläche ausgebreitet, berichtet Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Gerd Guggenberger. Die Feuerwehren versuchten, eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern. „Wegen des alpinen Geländes und der Dunkelheit ist der Einsatz für die Feuerwehrleute aber sehr gefährlich“, so Guggenberger. Herausfordernd sei auch die Löschwasserversorgung. „Mit drei Tanklöschfahrzeugen wurde ein Pendelverkehr eingerichtet. Außerdem musste eine Zubringerleitung von rund vier Kilometern Länge verlegt werden, um Löschwasser an die Brandstelle zu befördern“, erklärt Guggenberger.
Feuerwehren bekamen Verstärkung
Um Mitternacht standen zwölf Feuerwehren aus dem Lesachtal, dem oberen Gailtal und aus Osttirol im Einsatz. Ab den Morgenstunden werden die Löscharbeiten von zwei Hubschraubern unterstützt. Aus Sicherheitsgründen mussten die Löscharbeiten in der Nacht eingestellt werden, um die Einsatzkräfte nicht zu gefährden. Seit den Morgenstunden wird der Einsatz mit Unterstützung von Hubschraubern weitergeführt.
Aus 15 Hektar ausgebreitet
Der Waldbrand hat sich in der Nacht auf rund 15 Hektar ausgebreitet. Für die Löscharbeiten stellen der Wind und die starke Rauchausbreitung ein Problem dar. Wegen der Gefahr von auf die Fahrbahn herabrollenden Teilen musste die Bundesstraße B111 zwischen St. Lorenzen im Lesachtal und Maria Luggau für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Eine Umfahrung ist nur großräumig über Osttirol möglich.
Am Vormittag weiter ausgebreitet
Wie die „Kleine Zeitung“ berichtet, habe sich der Waldbrand am Vormittag des 24. April bereits auf 35 Hektar ausgebreitet. Zitiert wird Bürgermeister Bernhard Knotz, der derzeit an einem Krisenstab teilnimmt.