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15. Januar 2026

„Alpenrobben“ erforschen Fledermäuse

Die „Alpenrobben“ – das sind Schüler der Nationalpark Mittelschule Winklern und ihre Freunde aus einer Partnerschule in Ostfriesland, die nun schon in „3. Generation“ an einem Austauschprojekt teilnehmen und so Botschafter ihrer beiden Nationalparks werden – der Hohen Tauern und des Nationalparks Wattenmeer. Die „Alpenrobben 3.0“ widmen sich in den kommenden zwei Jahren besonderen Alpenbewohnern: den Fledermäusen.

Theres hat schon gar keine Scheu mehr vor den Tieren. Fotos: EKUZ

Was mit einem ersten Besuch im Österreichischen Fledermaushaus in Feistritz an der Gail begonnen hat, entwickelt sich für die Mölltaler Schüler nun zu einem umfassenden Lern- und Forschungsprojekt, das Bildung, Naturschutz und echte Wissenschaft eng miteinander verbindet. Bei ihrem Auftakttermin wurden die „Alpenrobben“ von Biologin Daniela Wieser und Fledermaus-Experten Martin Jaindl begleitet. Im Fledermaushaus (im alten E-Werk in Feistritz) konnten die Jugendlichen die scheuen Tiere – darunter die seltene Kleine Hufeisennase – aus nächster Nähe beobachten und viel darüber erfahren. „Für uns ist dieses Projekt ein wichtiger Beitrag zur Umweltbildung in Kärnten“, sagt Gudrun Batek, Vertreterin des Ersten Europäischen Klima- und Umweltbildungszentrums (EKUZ), auf deren Initiative die „Alpenrobben“ ins Leben gerufen wurden. „Die Kinder erleben Wissenschaft nicht aus der Distanz, sondern werden selbst Teil davon. Genau so entsteht echtes Verständnis für Natur und Naturschutz.“ Auch die beiden Lehrkräfte Nadine Waditzer und Irene Radkohl zeigen sich begeistert über diesen lebendigen Unterrichtsansatz: „Man spürt, dass hier nicht nur gelernt, sondern geforscht wird.“

Fledermaus-Bestand erheben helfen

Über die kommenden Monate hinweg werden sich die Alpenrobben immer wieder mit den heimischen Fledermausarten beschäftigen. Im Sommer steht ein Höhepunkt bevor: Gemeinsam mit Daniela Wieser werden sie im Mölltal die Sommerquartiere kartieren, mit Bat-Detektoren (eine Vorrichtung, mit der die Rufe der Fledermäuse hörbar gemacht werden) arbeiten und bei einer nächtlichen Forschungsaktion sogar versuchen, Fledermäuse mit einem Netz zu fangen und zu bestimmen und damit einen Beitrag zur Bestandserfassung der Tiergruppe leisten, die in der Region noch unzureichend dokumentiert ist.

 

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