Fast fünf Jahrzehnte lang engagierte sich ÖR Franz Zlöbl in der Gemeindepolitik, 24 Jahre davon prägte er als Bürgermeister die Entwicklung von Rangersdorf. Vor kurzem schloss er im Alter von 83 Jahren für immer seine Augen.
Als jüngstes von acht Kindern wurde Zlöbl 1942 – mitten im zweiten Weltkrieg – geboren. Wenige Jahre später verstarb sein Bruder Alois, der den elterlichen Hof vlg. Kerschimer übernehmen hätte sollen. Nach dem frühen Tod des Vaters übernahm Franz Zlöbl dann bereits mit knapp 18 Jahren die Landwirtschaft. Mit 27 Jahren heiratete er seine Frau Elfi, die ihm drei Söhne und drei Töchter schenkte.
Seine politische Laufbahn begann im Jahr 1973als Gemeinderat, drei Jahre später übernahm Zlöbl das Amt des Vizebürgermeisters. Von 1997 bis 2021 lenkte er als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Rangersdorf, in dieser Zeit wurden zahlreiche Bau- und Infrastrukturvorhaben umgesetzt. Zlöbl war nebenbei noch in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen tätig, 2010 wurde er zum Ökonomierat ernannt, 2011 verlieh ihm der ÖKB Rangersdorf die Ehrenmitgliedschaft und 2023 wurde Zlöbl zum Ehrenbürger der Gemeinde ernannt.
Während seiner Amtszeit musste er aber auch etliche Schicksalsschläge verkraften. So verstarb seine Frau viel zu früh mit nur 62 Jahren und sein Sohn verunglückte im Jahr 2016 tödlich. „Aber er hat alles gemeistert und war einfach unser Fels in der Brandung“, erzählt seine Tochter Barbara. In der „Polit-Pension“ wurde ihm nie langweilig. „Er hat gern mit jungen Leuten geredet, um auf dem Laufenden zu bleiben, las sehr viel, interessierte sich für Geschichte und Politik“, blickt sie zurück. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde Franz Zlöbl auf dem Rangersdorfer Friedhof beigesetzt.
Steht mei Pfluag untan Dåch,
Låhnt mei Sensn beim Bam
nåcha want´s mir nit nåch
bin beim Herrgott dahåm.